Jugendsozialarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

JUGEND STÄRKEN im Quartier: Bund fördert Integration und Perspektiven für Jung und Alt

Mehrstöckiger Wohnkomplex
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Mit dem Förderprogramm unterstützt die Bundesregierung Jugendliche, die den Übergang in die Arbeitswelt nicht aus eigener Kraft meistern können. In Schwerin entsteht jetzt ein neues Bildungs- und Bürgerzentrum als interkultureller Treffpunkt für Jung und Alt.

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig und Bundesbauministerin Barbara Hendricks haben heute in Schwerin mit Schulabbrechern und arbeitslosen Jugendlichen über ihren Weg zurück in Schule und Beruf gesprochen. Mit dem von beiden Ministerien getragenen Programm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" konnten bislang rund 60 junge Menschen in Schwerin durch systematische Informationen über Angebote und Maßnahmen zur schulischen, beruflichen und sozialen Integration unterstützt werden, ihren Weg auf der Schwelle zwischen Schule und Beruf zu finden.

Junge Menschen auf dem Weg in Ausbildung und Arbeit  

Bundesjugendministerin Manuela Schwesig: "Jeder Jugendliche hat eine Chance verdient. Es freut mich zu sehen, wie hier in Schwerin junge Menschen auf ihrem Weg in eine Ausbildung oder Arbeit beraten und unterstützt werden, die den Übergang in die Arbeitswelt aus eigener Kraft nicht meistern, weil sie zum Beispiel aus schwierigen familiären Verhältnissen stammen oder vor anderen Herausforderungen stehen. Sie werden nach ihren Fähigkeiten und Interessen gefördert. Das gibt neues Selbstbewusstsein."

Interkultureller Treffpunkt für Jung und Alt

Bundesbauministerin Hendricks überreichte anschließend einen Scheck über 3,8 Millionen Euro aus dem Bundesprogramm "Sanierung kommunaler Einrichtungen im Bereich Sport, Jugend und Kultur" für ein neues Bildungs- und Bürgerzentrum. Hendricks: "Mit dem Umbau der alten Schule hier im Mueßer Holz entsteht ein zentraler interkultureller Treffpunkt für Jung und Alt. Dieses Projekt zeigt einmal mehr, wie wichtig solche Ankerpunkte im Quartier sind. Sie sind die Grundlage für eine erfolgreiche Vernetzung aller Projekte im Stadtteil und fördern das nachbarschaftliche Zusammenleben." Ziel ist es, in dem neuen Bildungs- und Bürgerzentrum Angebote für alle Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner zu etablieren. So wird die Barrierefreiheit hergestellt, es sollen Räumlichkeiten für Kulturvereine mit abwechslungsreichem Kursangebot entstehen, und auch ein Raum für größere Veranstaltungen ist geplant. Bei der Sanierung werden mit Wärmedämmung und Solarenergie auch klimatische Aspekte berücksichtigt.

Soziale Stadtteilentwicklung dank Städtebauförderung

Das Quartier Mueßer Holz in Schwerin hat dank der Städtebauförderung in den vergangenen Jahren eine erfolgreiche soziale Stadtteilentwicklung vollzogen. Um die Vernetzung vor Ort voranzubringen, haben sich die beiden Bundesministerinnen zusammengetan und fördern mit dem gemeinsamen ESF-Bundesprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" bundesweit gemeinsame Projekte für junge Menschen zwischen 12 und 26 Jahren zur (Re-)Integration in Schule, Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft. In Schwerin konnte den jungen Menschen bei drohendem Schulabbruch oder gefährdetem Abschluss, Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen mit und ohne Migrationshintergrund besonders mit den beiden Projektbausteinen "Case Management" und "Clearing-Beratungsstelle" geholfen werden, um in ihrer persönlichen Situation wieder Fuß zu fassen.

Hintergrund

Die Landeshauptstadt Schwerin wird durch das BMFSFJ im Rahmen des Programms "JUGEND STÄRKEN im Quartier" mit fast 590.000 Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Förderlaufzeit beträgt vier Jahre bis zum 31.12.2018. Die beiden Ministerinnen konnten sich in einem Gespräch mit den beteiligten Jugendlichen über deren Erfahrungen und den Fortschritt des Projekts überzeugen. Das gemeinsame ESF-Bundesprogramm "JUGEND STÄRKEN im Quartier" wird seit 2015 zunächst für vier Jahre in benachteiligten Stadt- und Ortsteilen, wie z.B. den Fördergebieten des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt", von 178 Kommunen deutschlandweit umgesetzt. Dafür stehen rund 115 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) und Bundesmitteln zur Verfügung.

Weitere Informationen finde Sie unter: www.jugend-staerken.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 15.06.2016

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