Jugendsozialarbeit / Demokratie

Integration ist Prävention – Jugendmigrationsdienste beim Deutschen Präventionstag

Eine junge Frau afrikanischer Herkunft sitzt mit einem Mann im Gespräch und lächelt
Bild: © Daniel Ernst - fotolia.com

Prävention und Demokratieförderung stehen im Vordergrund des diesjährigen Deutschen Präventionstags. Die Jugendmigrationsdienste präsentieren sich als wichtige Partner für die Integrations- und Präventionsarbeit. Mit dabei ist das neue Projekt „Respekt Coaches“ an Schulen.

Orientierung geben, das Potenzial des Einzelnen fördern, Zukunftsperspektiven schaffen: Durch Beratung und Bildungsangebote unterstützen die Jugendmigrationsdienste (JMD) junge Zugewanderte insbesondere am Übergang Schule/Ausbildung/Beruf. Sie helfen ihnen, in der neuen Heimat Fuß zu fassen und leisten dadurch auch einen wichtigen Beitrag zur Prävention. Denn wer die eigenen Handlungsmöglichkeiten kennt und ein selbstbestimmtes Leben führt, ist weniger anfällig für Kriminalität oder Radikalisierung.

Perspektiven aufzeigen, vor Vereinnahmung schützen

Der Präventionstag am 20. und 21. Mai widmet sich der Verknüpfung von Prävention und Demokratieförderung. Damit befasst sich auch „Respekt Coaches“, das neueste Projekt der Jugendmigrationsdienste. Unter dem Motto „Lass uns reden! Reden bringt Respekt“ arbeiten JMD-Mitarbeitende mit Schulen zusammen, um Jugendliche als mündige, demokratisch gebildete Bürgerinnen und Bürger zu stärken. In Gruppenangeboten lernen sie, die eigene Meinung zu äußern, andere Meinungen auszuhalten und sich gegen Hass und Ausgrenzung zur Wehr zu setzen.

Ein Angebot, miteinander ins Gespräch zu kommen, macht die JMD-Wanderausstellung YOUNIWORTH. Sie ist mit zwei interaktiven Videostationen am JMD-Stand (Nr. 1030) vertreten. Besucherinnen und Besucher können dort erfahren, wie junge Menschen aus anderen Ländern auf das Zusammenleben in Deutschland blicken.

Jugendmigrationsdienste als vielseitige Partner

Das Angebot der Jugendmigrationsdienste ist vielseitig: Neben Beratung und Gruppenaktivitäten umfasst es auch die Onlineberatung JMD4YOU und das Modellprojekt „JMD im Quartier“. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrung und guten Vernetzung sind die JMD wichtige Kooperationspartner für Behörden, Institutionen und Akteure der Präventions- und Jugendsozialarbeit. Auf dem Präventionstag sind die rund 470 JMD durch Mitarbeitende aus verschiedenen Regionen der Bundesrepublik vertreten.

Hintergrund

Der Deutsche Präventionstag ist der weltweit größte Jahreskongress zur Kriminalprävention und angrenzender Bereiche. Mit dem diesjährigen Schwerpunkthema „Prävention & Demokratieförderung“ standen am 20. und 21. Mai 2019 zivilgesellschaftliches Engagement und politische Bildung im Fokus. Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey hat die Schirmherrschaft des Deutschen Präventionstages 2019 in Berlin übernommen.

Weitere Informationen zum Programm finden sich beim Deutschen Präventionstag.

Rund 470 Jugendmigrationsdienste bundesweit begleiten junge Menschen mit Migrationshintergrund im Alter von 12 bis 27 Jahren bei ihrem schulischen, beruflichen und sozialen Integrationsprozess in Deutschland. Individuelle Unterstützung, Gruppen- und Bildungsangebote sowie eine intensive Vernetzung mit Schulen, Ausbildungsbetrieben, Integrationskursträgern und anderen Einrichtungen der Jugendhilfe zählen zu den wesentlichen Aufgaben der JMD. Die Jugendmigrationsdienste sind Teil der Initiative JUGEND STÄRKEN, mit der sich das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend deutschlandweit für eine bessere Integration junger Menschen einsetzt.

Weitere Informationen: www.jugendmigrationsdienste.de

Quelle: Servicebüro Jugendmigrationsdienste vom 15.05.2019

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