Jugendsozialarbeit / Kinderschutz

IB stärkt Schutz von Jugendlichen vor Gewalt und Missbrauch

Mit seinen neuen Arbeitshilfen „Jugendliche schützen“ will der Internationale Bund (IB) verhindern, dass junge Menschen Opfer von Gewalt und Missbrauch werden. Entwickelt wurden die Arbeitshilfen zusammen mit der Westfälischen Wilhelms Universität Münster. Die umfangreichen Praxishilfen für die pädagogische Arbeit mit Jugendlichen werden nicht nur als Leitfaden für die Arbeit aller 12.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter IB zur Verfügung gestellt, sondern auch auf der Internet-Seite des IB als Download angeboten.

Cover der Arbeitshilfe„Der Schutz von Kindern und Jugendlichen ist schließlich nicht nur eine Aufgabe des IB oder des Staates“, begründet IB-Präsident Bruno W. Köbele die Entscheidung, die IB-Arbeitshilfen allgemein zugänglich zu machen. „Kinderschutz geht jeden etwas an und jeder sollte die Zeichen erkennen können, wann junge Menschen gefährdet sind.“

Grundlage der neuen Praxishilfen sind Fallanalysen. Sie machen deutlich, dass das vielfach verbreitete Bild von auffälligen Jugendlichen als Gewalt anwendende und Alkohol oder Drogen konsumierende Täter einer dringenden Korrektur bedarf. Schließlich sind auch Jugendliche häufiger Opfer als Täter, auch wenn das in der öffentlichen Wahrnehmung manchmal anders erscheint. Das Gefährdungspotenzial reicht von Vernachlässigung und Isolation über schädliche mediale und virtuelle Einflüsse bis hin zu körperlicher, seelischer und sexueller Misshandlung und unmittelbarer Gewalt. Destruktive Familienverhältnisse und Armut sind zusätzliche Probleme, die Jugendliche in ihrer Entwicklung gefährden und den Übergang in das Erwachsenenleben erschweren können.

Auf Basis dieser Erfahrungen war es den Mitgliedern des IB wichtig „dafür Sorge zu tragen, dass der IB sein Engagement gegen Kindeswohlgefährdungen stärker als bisher auf die Arbeitsfelder ausweitet, in denen er sich nur an Jugendliche wendet“. So lautet ein Beschluss der letzten Mitgliederversammlung des IB. Ein wichtiger Schritt zu dessen Umsetzung sind die nun vorliegenden Arbeitshilfen, nachdem bereits seit fünf Jahren IB-eigene Leitlinien für den Kinderschutz existieren.

Die neuen Arbeitshilfen geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Sicherheit bei der Einschätzung von Gefährdungslagen bei Jugendlichen, vermitteln Wissen im Umgang mit gesetzlichen Vorgaben und formulieren neue Standards für einen wirksamen Schutz von Jugendlichen, die weit über das hinausgehen, was der aktuelle Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Wahrung des Kinderwohls vorsieht.

Die Arbeitshilfen zum Download: http://internationaler-bund.de/fileadmin/user_upload/downloads/Arbeitshilfe_Jugend_sch%C3%BCtzen_END.pdf

Quelle: Internationaler Bund (IB)

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