Jugendsozialarbeit / Demokratie

Für Toleranz und Demokratie: Anti-Mobbing-Profis bereiten sich vor

Das Bild zeigt mehrere Schülerinnen und Schüler, die dem Unterricht folgen.
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Hass und Gewalt gegenüber Andersgläubigen einzudämmen und für eine offene und demokratische Gesellschaft zu werben - das ist die Aufgabe von mehr als 170 Anti-Mobbing-Profis, die nach den Sommerferien bundesweit ihre Aufgabe aufnehmen werden. Bundesfamilienministerin Giffey besuchte den Auftakt-Workshop in Berlin und begrüßte die ersten 60 Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

An nahezu allen Schulen in Deutschland gibt es echte Probleme mit Ausgrenzung. Wenn es Vorfälle von Gewalt und religiösem Mobbing gibt, muss gehandelt werden. Und da brauchen Lehrerinnen und Lehrer auch Unterstützung und Partner, die ihnen den Rücken stärken.“

Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft

Die Ministerin ermutigte das neue Personal: „Sie werden als Anti-Mobbing-Profis jungen Menschen die Werte einer demokratischen und offenen Gesellschaft vermitteln, um sie gegen menschenfeindliche Ideologien stark zu machen. Schülerinnen und Schüler werden von Ihnen lernen, respektvoll miteinander umzugehen und auch unterschiedliche Auffassungen auszuhalten. Wir brauchen Sie dringend zur Unterstützung vor Ort.

Hass und Gewalt gegenüber Andersgläubigen

Das Projekt unterstützt Schulen dabei, Hass und Gewalt gegenüber Andersgläubigen einzudämmen, gegen unter anderem religiöses Mobbing vorzugehen und Toleranz und Demokratieverständnis zu fördern. Im Jahr 2018 stehen dafür 20 Millionen Euro bereit. Damit werden über 170 Anti-Mobbing-Profis an jene Schulen geschickt, die diese Unterstützung gerne annehmen wollen. Das Projekt ist Teil des Nationalen Präventionsprogramms gegen islamistischen Extremismus.

Jugendmigrationsdienste in Kooperation mit politischer Bildung

Die vom Bundesfamilienministerium geförderten Jugendmigrationsdienste setzen das Vorhaben vor Ort gemeinsam mit Expertinnen und Experten der Extremismusprävention und der politischen Bildung um. Sie legen mit den Schulen den konkreten Unterstützungsbedarf fest und erstellen ein Präventionskonzept. Bei der Auswahl der Schulen helfen die Länder, die eng in das Vorhaben eingebunden sind. Auf den Auftakt-Workshop in Berlin heute werden weitere Workshops folgen. Zum Beginn des neuen Schuljahrs werden alle 170 Anti-Mobbing-Profis zu einem Kick-Off zusammenkommen.

Weitere Infos zur Jugendsozialarbeit an Schulen: www.jugendmigrationsdienste.de/jmd-at-school

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 09.05.2018

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