Jugendsozialarbeit / Im Fokus

Fachtag zum Thema Jugendgewalt in Berlin. Forschung. Praxis. Dialog.

Junge ballt Faust
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Die Landeskommission Berlin gegen Gewalt und die Berliner Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention veranstalten am 14. September, den 2. Fachtag zum Thema Jugendgewaltdelinquenz und zu den aktuellen Ergebnissen der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention.

Im Mittelpunkt werden u.a. der 3. Bericht Berliner Monitoring Jugendgewaltdelinquenz 2016 stehen, der den Schwerpunkt "Risikofaktoren für Jugendgewalt in Erziehung und Schule: Verbreitung und Prävention" zum Thema hat, sowie Ergebnisse aus den wissenschaftlichen Evaluationen.

Zum Programmflyer zum Fachtag "Jugendgewalt in Berlin" (PDF, 299 KB)

Konzept der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention

Die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention begleitet das Konzept des Landes Berlin zur Reduzierung von Jugendgewalt und entwickelt es weiter. Sie ist im Auftrag der Landeskommission Berlin gegen Gewalt tätig.

Zu den Aufgaben der Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention gehört zum einen die   Evaluation von Maßnahmen und Projekten zur Prävention und Bekämpfung von Jugendgewalt, die in Berlin in den letzten Jahren durchgeführt wurden bzw. aktuell durchgeführt werden, und in diesem Kontext die Entwicklung und Fortschreibung eines entsprechenden Evaluationskonzepts. Hierzu gehört auch die Umsetzung eines Selbstevaluationskonzeptes, das sich an Träger und Organisationen richtet, die im Bereich der Jugendgewaltprävention tätig sind. Zum anderen führt die Arbeitsstelle ein  sozialraumbezogenes Monitoring zur Jugendgewaltdelinquenz durch, beschreibt somit die Entwicklung von Jugendgewalt in Berlin in ihren unterschiedlichen Ausprägungen und nimmt eine Bewertung vor, inwieweit die umgesetzten Maßnahmen dem gerecht werden. Auf dieser Basis werden Qualitätsstandards für Präventions- und Interventionsmaßnahmen zur Reduzierung von Jugendgewalt entwickelt.

Im Ergebnis werden Empfehlungen an politisch Verantwortliche stehen, wie das bereits vorhandene Konzept weiterentwickelt werden kann.

Begleitet wird die Tätigkeit der Arbeitsstelle von einer Koordinierungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der am Gesamtkonzept zur Reduzierung der Jugendgewaltdelinquenz beteiligten Senatsverwaltungen. Dadurch ist es möglich, die Ergebnisse zeitnah in die Weiterentwicklung von Präventionsmaßnahmen zur Verhinderung oder Senkung von Jugendgewalt einfließen zu lassen.

Die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention untersucht und bewertet Ansätze und Projekte in folgenden Handlungsfeldern:

  • Kinder- und Jugendhilfe (inkl. Gewalterleben in der Familie)
  • Justiz
  • Polizei
  • Schule
  • Sport
  • Stadtentwicklung
  • Integration und Migration

Um den Erfordernissen der unterschiedlichen Handlungsfelder gerecht zu werden und um die Qualität der Erhebungen und Ergebnisse zu sichern, wurden handlungsfeldbezogene Qualitätszirkel eingerichtet, in die Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis eingebunden sind.

Weiterführende Informationen

Eine weitere Reflexion der Ergebnisse wird in einem übergeordneten Qualitätszirkel stattfinden, so dass die Erkenntnisse im Sinne einer integrierten Handlungsstrategie in die Weiterentwicklung des Gesamtkonzeptes zur Reduzierung von Jugendgewalt einfließen können.

Zur Dokumentation der Qualitätszirkel 2013

Die Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention hat ihre Arbeit am 1. Juli 2013 aufgenommen und hat eine Laufzeit von fünf Jahren bis Juni 2018.

Weitere Informationen zur Arbeitsstelle Jugendgewaltprävention sind auf der Internet-Seite der Landeskommission Berlin gegen Gewalt www.berlin-gegen-gewalt.de veröffentlicht.

Quelle: Camino - Werkstatt für Fortbildung, Praxisbegleitung und Forschung
im sozialen Bereich gGmbH

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