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Jugendsozialarbeit

Jena erhält Rechtsberatungsstelle für Jugendliche

Gestern unterzeichneten der Thüringer Justizminister Dr. Holger Poppenhäger und die Vorsitzende des Jenaer Rechtsanwaltsvereins Nadja Strohfeld-Janke, auch in Anwesenheit des Jenaer Oberbürgermeisters Dr. Albrecht Schröter, eine Vereinbarung, mit dem sie dem „Jenaer Modell - zur Rechtsberatung für Jugendliche“ den Status einer Beratungsstelle verleihen.

„Die positiven Erfahrungen mit dem Jugendrechtshaus in Erfurt und die gut organisierten Strukturen in Jena seitens der Jugendhilfe und des Rechtsanwaltsvereins haben uns dazu bewogen, das Projekt auch hier zu verwirklichen. Menschen dabei zu unterstützen, die sich ihren Problemen stellen wollen, ist in jedem Fall sinnvoll und nachhaltig. Für die Justiz bedeutet die Beratungsstelle in Jena daher kein Mehr oder Weniger, sondern vielmehr eine Verbesserung des Wie bei der Durchführung der Beratungshilfe“, erläuterte der Thüringer Justizminister seine Motivation, eine zweite Rechtsberatungsstelle für Jugendliche in Thüringen einzurichten.

Der Vorteil einer Beratungsstelle in einem Jugendrechtshaus besteht darin, dass jungen Menschen mit geringem Einkommen ein niedrigschwelliger Zugang zu juristischer Beratung gewährt wird. Auf diesem Weg können Probleme in einigen Fällen schon in einem frühen Stadium oder noch rechtzeitig angepackt und dann in die richtige Bahn gelenkt werden. Der Justizminister erhofft sich positive Effekte bei den jungen Menschen, die den Weg in die neue Beratungsstelle finden werden. „So mancher Jugendliche wird hier wahrscheinlich zum ersten Mal mit rechtsstaatlichen Instrumenten in Berührung kommen; erfährt hier, dass und wie er seine Rechte wahrnehmen kann. Wenn es zudem gelingt, eine soziale Stabilisierung und berufliche Integration zu erreichen, ist das unendlich nutzbringend für die Gesellschaft insgesamt. Hierbei handelt es sich um eine gut angelegte Investition und sinnvolle Präventionsarbeit. Ich wünsche den Akteuren an diesem Projekt guten Erfolg für das Gelingen“, so Dr. Poppenhäger. 

In Jena wird die neue Rechtsberatungsstelle in den Räumen der Jugendberufshilfe Thüringen e. V. eingerichtet. Sie ist eingebettet in die Arbeit des Projektes „agito2“. In diesem Projekt werden junge Menschen unter 27 Jahren mit besonderem Unterstützungsbedarf durch aufsuchende, individuelle und lebensweltorientierte Ansätze betreut, um ihnen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben wieder zu ermöglichen. Der Jenaer Rechtsanwaltsverein als Partner wird mit qualifizierter Beratung künftig die Beantwortung von rechtlich relevanten Einzelfragen als ein Baustein auf dem Weg zum Erfolg, übernehmen. Die Sparkasse Jena wird die Ausstattung der Räumlichkeiten unterstützen. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Jena-Saale-Holzland, Erhard Bückemeier, überreichte für erste Einrichtungsmaßnahmen einen Scheck über 500 EURO.

Mehr Informationen unter: http://www.jugendrechtshaus.de/

Quelle: Thüringer Justizministerium

 

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