Jugendsozialarbeit

Du kannst mich entfernen, aber nicht das Problem

you can remove me, but not the problem
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Deutschland friert bei winterlichen Minusgraden. Noch härter trifft die Kälte jedoch die Menschen in Osteuropa und dort vor allem diejenigen, die auf der Straße leben. Mit einer originellen Kampagne macht die Caritas auf das Los der Straßenkinder in der Ukraine aufmerksam.

Nach inoffiziellen Angaben gibt es etwa 200.000 obdachlose Kinder in der Ukraine. Sie leben unterhalb der Armutsgrenze und sind oft nicht nur arm, sondern auch krank. Viele Menschen sehen am liebsten weg, wenn es um die Not der Straßenkinder geht. Laut einem UNICEF-Bericht sammelt die Polizei sogar Straßenkinder in den Städten ein und setzt sie an den Stadträndern wieder aus. Die Caritas macht nun in der Ukraine mit einer interessanten On- und Offline-Kampagne auf dieses Problem aufmerksam.

Plakate, einfach und billig in der Produktion, zeigen obdachlose Kinder in Hauseingängen, Passagen oder Hinterhöfen. Die nach dem Vorbild von Straßenkunst gestalteten Motive spielen mit dem Impuls, das Bild entfernen zu wollen. Geht man etwas näher heran, liest man "You can remove me, but not the problem" (du kannst mich entfernen, aber nicht das Problem). Eine Webseite bietet weiterführende Informationen an. Wird tatsächlich einmal ein Plakat entfernt, wird ein neues angebracht, denn auch die obdachlosen Kinder verschwinden nicht einfach. Dasselbe Prinzip wurde auf Online-Banner und Facebook-Aktivitäten übertragen. Die eingesetzten Mittel sind einfach, erregen jedoch große Aufmerksamkeit und lenken das Interesse der Öffentlichkeit auf die Bedürfnisse der Straßenkinder.

Mehr Informationen:
http://www.streetchildren.com.ua/campaign/
http://www.caritas-international.de/83567.html

Street Children from banda on Vimeo.