Jugendsozialarbeit / Ganztagsbildung

Bundeskongress Schulsozialarbeit: Fachkräfte aus ganz Deutschland tagen in Jena

In einem Klassenraum sind mehrere Schüler zu sehen, im Hintergrund die Lehrerin vor der Tafel
Bild: © Oksana Kuzmina - Fotolia.com

Am 10. und 11. Oktober 2019 kommen über 550 Fachkräfte aus Jugendhilfe und Schule, Verantwortliche bei Trägern, in der Verwaltung und Politik, Lehrende und Forschende der Sozialen Arbeit in Jena zum Bundeskongress Schulsozialarbeit zusammen, der unter dem Motto „Bildung. Chancen. Gerechtigkeit“ zur Profilierung der Schulsozialarbeit beitragen möchte.

Aktuelle Herausforderungen in der Schulsozialarbeit

Beraten werden Fragen der konzeptionellen Weiterentwicklung von Schulsozialarbeit sowohl aus wissenschaftlicher als auch aus praktischer Perspektive. Die Teilnehmenden erwarten Vorträge, Foren und Workshops zu gesellschaftspolitischen Fragen, Konzepten, Handlungsansätzen und aktuellen Herausforderungen in der Schulsozialarbeit.

Eine wichtige Rolle wird der Austausch zwischen den Expertinnen und Experten aus Praxis, Verbänden, Verwaltung, Lehre und Forschung einnehmen. Den Hauptvortrag hält der Jenaer Soziologieprofessor Hartmut Rosa, der das grundlegende menschliche Streben nach „resonanten“ Beziehungen erforscht.

Wichtige Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule in Thüringen

Thüringens Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter, wird die Tagung eröffnen: „Engagierte Schulsozialarbeit trägt zu einem spannungsfreien Miteinander im Lern- und Lebensraum Schule bei. Sie ist eine besonders intensive Form der Zusammenarbeit von Jugendhilfe und Schule.“ Deshalb habe Thüringen die schulische Jugendsozialarbeit in den vergangenen Jahren zielstrebig ausgebaut. Aktuell seien 305 Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter an Thüringer Schulen tätig. Seit Beginn der Legislaturperiode ist die jährliche Fördersumme von zehn auf knapp 11,5 Millionen Euro angewachsen. Zudem wurde die Schulsozialarbeit im Kinder- und Jugendhilfeausführungsgesetz und im Schulgesetz rechtlich verankert. Für 2020 ist nun sogar eine Verdoppelung der Mittel vorgesehen.

Minister Holter unterstreicht: „Mit dem Haushaltsbeschluss für das kommende Jahr haben wir einmal mehr deutlich gemacht, dass wir der Schulsozialarbeit in Thüringen einen hohen Stellenwert beimessen. Wir werden im Jahr 2020 über 10 Millionen Euro zusätzlich bereitstellen und damit die Gesamtinvestition auf mehr als 22 Millionen Euro steigern. Von den zusätzlichen Geldern können wir weitere 180 Schulsozialarbeiterstellen finanzieren.“

Weiterführende Infos

Weitere Informationen zum Programm (PDF, 21,4 MB) und Organisatorisches zum Bundeskongress stehen online zur Verügung.

Bei kurzfristigem Interesse an der Teilnahme am Bundeskongress schreiben Interessierte bitte eine E-Mail an: bundeskongress@schulsozialarbeit-thueringen.de 

Quelle: Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport vom 07.10.2019

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