Jugendsozialarbeit

Berlin gibt Startschuss für Jugendberufsagentur

Handwerkslehrling übt an einer Maschine

Die Arbeitsgruppe „Jugendberufsagentur in Berlin umsetzen?“ hat sich grundsätzlich für das Modell einer Jugendberufsagentur ausgesprochen. In ihrer Empfehlung formulierte die Arbeitsgruppe verschiedene Gelingensbedingungen.

Die Arbeitsgruppe „Jugendberufsagentur in Berlin umsetzen?“ hat sicham 22.01.2014  gegenüber den Bezirken, Stadträten für Jugend und Bildung, den Vertretungen der Geschäftsführungen der Agenturen für Arbeit und der Jobcentern, der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Frauen sowie den Verbänden der Berufsbildung und den Sozialpartnern grundsätzlich für das Modell einer Jugendberufsagentur ausgesprochen. In ihrer Empfehlung formulierte die Arbeitsgruppe verschiedene Gelingensbedingungen wie die Einbeziehung aller entscheidenden Akteure in den Projektentwicklungs- und Umsetzungsprozess sowie eine klare Ressourcenverantwortung.

Bildungssenatorin Sandra Scheeres dankte allen Mitgliedern der Arbeitsgruppe und betonte: „Wir wollen Jugendlichen eine Anlaufstelle für alle Fragen rund um den Übergang Schule-Beruf bieten. Das Modell der Jugendberufsagentur ist eine Antwort auf attraktive und klare Beratungswege, die Schülerinnen und Schüler im Übergang brauchen. Die Jugendberufsagentur als Konzept soll keine neuen Verwaltungsstrukturen schaffen, sondern Prozesse der Beratung von Jobcentern, Arbeitsagenturen, Jugendberatung, Studienberatung und Schulberatung kundenfreundlich regional zusammenführen und über Kooperationsvereinbarungen regeln.“

Arbeitssenatorin Dilek Kolat: „Unser Ziel ist, dass uns künftig keine Jugendlichen mehr verloren gehen und wir allen passende Angebote aus einer Hand machen können. Mit der Jugendberufsagentur werden wir den Jugendlichen eine Anlaufstelle unter einem Dach für alle Fragen ihrer beruflichen Zukunft bieten. So verhindern wir, dass Jugendliche planlos von einer Beratungsstelle zur nächsten geraten. Jetzt geht es in die konkrete Umsetzung in den Bezirken.“

Zukünftig soll der Verbleib der Berliner Schulabgängerinnen und Schulabgänger sowie die darauf aufsetzenden Maßnahmeplanungen regional oder überregional zielgenauer erfolgen und auch näher auf den Fachkräftebedarf in Berlin orientiert werden können. Dafür soll die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft in den Lenkungsgremien fest verankert werden.

Bildungssenatorin Scheeres verfolgt das Ziel, dass für das Modell der Jugendberufsagentur auf bereits existierende integrierte Berliner Ansätze und Angebote aufgebaut wird und alle Akteure an dem Prozess beteiligt werden. „Ich setze mich für einen schnellen Projektstart der Jugendberufsagentur in Berlin ein“, so Senatorin Scheeres.

Ursprung der Jugendberufsagentur sind Debattenbeiträge der Sonderkommission „Ausbildungsplatzsituation und Fachkräftebedarf“ beim Regierenden Bürgermeister mit dem Thema „Jugendberufsagentur für Berlin?“. Seit der Auftaktveranstaltung am 28. Oktober 2013 erarbeiteten rd. 30 Expertinnen und Experten aus den Agenturen für Arbeit, den Jobcentern, den zuständigen Senatsverwaltungen und den Jugendämtern die heute vorgestellten Empfehlungen. Die Empfehlungen können online abgerufen werden: www.berlin.de/sen/bildung/bildungswege/nach-der-schule/index.html

Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft Berlin vom 22.01.2014

Info-Pool