Jugendsozialarbeit / Ganztagsbildung

Beiträge zur Jugendaktion „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“ prämiert

Illustration mit zahlreichen Personen, die in berufstypischer Kleidung dargestellt sind
Bild: rawpixel.com

Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung initiierte Jugendaktion „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“ im Wissenschaftsjahr 2018 ist zu Ende gegangen und die Gewinnergruppen stehen fest. 300 Jugendliche aus ganz Deutschland haben sich in diesem Rahmen mit dem Wandel der dualen Ausbildung auseinandergesetzt und ihre Ergebnisse interaktiv aufbereitet.

An der Jugendaktion „Zeitreisende – Entdeckt die Berufe im Wandel“ beteiligten sich über 300 Jugendliche. Insgesamt wurden 85 Wettbewerbsbeiträge aus elf Bundesländern eingereicht. Am häufigsten wurde dabei der Ausbildungsberuf Bäckerin bzw. Bäcker ausgewählt, der in acht Wettbewerbsbeiträgen präsentiert wurde. „Ich freue mich, dass sich so viele Jugendliche auf Zeitreise begeben und den Wandel der dualen Ausbildung intensiv verfolgt haben. Digitalisierung wird auch weiterhin viel verändern. Mir ist wichtig, dass wir den Schülerinnen und Schülern gute Startbedingungen in ihr Berufsleben bieten und sie den Weg gehen können, der am besten zu ihnen passt“, sagte Bundesbildungsministerin Anja Karliczek anlässlich des Wettbewerbs.

Einblick in verschiedene Berufsfelder und dynamische Ausbildungsberufe

Vom 6. August bis zum 7. Dezember 2018 konnten sich Jugendliche mit Video- oder Audiobeiträgen oder digitalen Präsentationen an der Aktion beteiligen. Kostenlose pädagogische Materialien wie das Aktionsheft sowie das Lehr- und Arbeitsmaterial begleiteten die Aktion. Ziel war es, Jugendlichen bewusst zu machen, wie anpassungsfähig Ausbildungsberufe sind und wie sie sich im Laufe der Zeit verändern und fortwährend an neue Rahmenbedingungen anpassen. „Die Aktion hat unseren Schülerinnen und Schülern eine neue Möglichkeit eröffnet, sich mit der dualen Berufsausbildung auseinanderzusetzen“, stellte Natalie Wiedemer, Lehrerin an der Wilhelm-von-Humboldt Gemeinschaftsschule in Berlin fest. „Die Aktion hat ihnen einen Einblick in verschiedene Berufsfelder ermöglicht, die sich im Laufe der Zeit zum Teil gewandelt haben. Dadurch haben sie ein besseres Gefühl dafür bekommen, wie dynamisch Ausbildungsberufe sind und wie die Arbeitswelt heute in Zeiten zunehmender Digitalisierung funktioniert.“

Gewinnerteams der Jugendaktion

Den ersten Preis in der Kategorie der 12- bis 15-Jährigen haben drei Schülerinnen und Schüler der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule in Berlin mit ihrem Videobeitrag zum Ausbildungsberuf Bäckerin bzw. Bäcker gewonnen. Entlang spannender Interviewfragen portraitierte die Gruppe gleich zwei Betriebe und tauchte in den Wandel des Berufsbildes in einem Familienunternehmen und einer Bäckereikette ein. Zur anschaulichen Untermalung der Interviews wurden sie selbst als Bäckerinnen und Bäcker vor der Kamera aktiv.

Die Besten in der Altersgruppe der über 15-Jährigen waren zwei Schüler der Beruflichen Schule des Kreises Stormarn in Bad Oldesloe mit ihrer aufwendig gestalteten Präsentation und selbst animierten Mindmaps. Sie zeigten eindrucksvoll, welche Veränderungen der Beruf Industriekauffrau bzw. Industriekaufmann im Laufe der vergangenen Jahrzehnte durchlaufen hat und in welchem Maße dieser Beruf von der Digitalisierung profitiert.

Die Freude bei den Gewinnerinnen und Gewinnern war groß: Das Team aus Berlin gewann eine mehrtägige Reise nach Hamburg, für die Gruppe aus Bad Oldesloe geht es nach Berlin. Dort besichtigen sie einen Ort, an dem schon heute die Arbeitswelten der Zukunft gestaltet und die Berufe von übermorgen erprobt werden.

Der zweite und dritte Preis in der Gruppe der 12- bis 15-Jährigen ging an die Katholische Schule St. Franziskus in Berlin mit einem Videobeitrag über den Fotografenberuf sowie an die Georg-Hartmann-Realschule in Forchheim mit einem Video über den Wandel des Berufs der Schreinerin bzw. des Schreiners. In der Gruppe der über 15-Jährigen belegten ebenfalls Schülerinnen und Schüler der Katholischen St. Franziskus-Schule den zweiten Platz für ihren Beitrag zum Bäckerberuf. Den dritten Preis in dieser Kategorie gewann das Berufskolleg Borken mit einer Darstellung der Veränderungen bei Anlagenmechanikerinnen bzw. Anlagenmechanikern. DIHK und ZDH verliehen als Aktionspartner einen Sonderpreis an das Gymnasium Brandis für eine Power-Point-Präsentation über die Kfz-Mechatronikerin bzw. den Kfz-Mechatroniker.

Jugendliche haben digitale Formate gekonnt eingesetzt

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, sagte Moderatorin Lisa Ruhfus. Als Mitglied der Experten-Jury beurteilte sie neben Angelika Block-Meyer (BMBF), Torben Padur vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Christina Mersch vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und Dr. Kirsten Kielbassa-Schnepp vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) die Wettbewerbsbeiträge. „Es gab so viele großartige Einreichungen! Die Jugendlichen haben sich enorm viel Mühe in der Umsetzung gegeben und gekonnt verschiedenste digitale Formate eingesetzt.“

Zum Abschluss der Jugendaktion im Wissenschaftsjahr 2018 überreichte Christian Luft, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, am 23. Januar 2019 in Essen offiziell die Gewinne an die Siegergruppen sowie an die Gewinnerinnen und Gewinner des Sonderpreises.

Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft

Das Wissenschaftsjahr 2018 widmet sich dem Thema Arbeitswelten der Zukunft. Durch die Digitalisierung, alternative Arbeitsmodelle und die Entwicklung künstlicher Intelligenz stehen Forschung und Zivilgesellschaft vor neuen Chancen und Herausforderungen: Wie werden die Menschen in Zukunft arbeiten? Wie machen sie sich fit dafür? Und welche Rolle spielen Wissenschaft und Forschung bei der Gestaltung eben dieser neuen Arbeitswelten? Das Wissenschaftsjahr 2018 zeigt, welchen Einfluss soziale und technische Innovationen auf die Arbeitswelten von morgen haben – und wie diese nicht nur den Arbeitsalltag verändern, sondern auch neue Maßstäbe im gesellschaftspolitischen Dialog setzen. „Erleben. Erlernen. Gestalten.“ – unter diesem Motto werden Bürgerinnen und Bürger im Wissenschaftsjahr 2018 dazu aufgerufen mitzumachen, Fragen zu stellen und gemeinsam Lösungsansätze zu finden.

Die Wissenschaftsjahre sind eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD). Sie tragen als zentrales Instrument der Wissenschaftskommunikation Forschung in die Öffentlichkeit und unterstützen den Dialog zwischen Forschung und Gesellschaft.

Quelle: Redaktionsbüro Wissenschaftsjahr 2018 – Arbeitswelten der Zukunft vom 23.01.2019

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