Jugendsozialarbeit

Beim fünften bundesweiten Josefstag fordert die Kirche mehr Einsatz für benachteiligte Jugendliche

Mehr Einsatz für benachteiligte Jugendliche fordert die katholische Kirche. „Zu viele junge Leute leben auf der Schattenseite des Lebens. Sie haben keine Ausbildung, keine Arbeit, keine Perspektive“, sagte der bayerische Jugendbischof, Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger (München), bei der Eröffnung der bundesweiten Kampagne „ Josefstag “ im Münchner Jugendwohnheim Salesianum.

In den nächsten Tagen werden zahlreiche kirchliche Würdenträger und Politiker landes - und bundesweit Einrichtungen der katholischen Jugendsozialarbeit besuchen und damit ein Zeichen gegen die Benachteiligung und Ausgrenzung von Jugendlichen setzen. Die Statistiken aus dem aktuellen Bildungsbericht der Bundesregierung sind alarmierend. In Bayern verlassen immer noch 6 Prozent der Jugendlichen eines Jahrgangs die Schule ohne Abschluss, 17 Prozent der Jugendlichen bleiben bis zu ihrem 30. Lebensjahr ohne Ausbildung, bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund sind es sogar 40 Prozent. „Gesellschaft und auch die Kirche dürfen diese Jugendlichen nicht vergessen. Denn jeder hat eine Chance verdient“, betonte Weihbischof Haßlberger und schaute dabei auch kritisch auf die Rolle der Kirche. „Wenn die Sorge um die jungen Menschen am Rande nicht mehr in den Gemeinden vorhanden ist, dann sieht es schlecht aus mit ihrer Zukunft.“

Am Josefstag in Bayern beteiligen sich katholische Jugendhilfeeinrichtungen an verschiedenen Orten, so das Kolping -Bildungswerk Bamberg, die Caritas-Wohnheime und Werkstätten in Ingolstadt, das Arbeitsmarktprojekt Etappe in Freising, die Lernwerkstatt der Katholischen Jugendfürsorge in Regensburg sowie die Kolpingjugend , die Adolph- Kolping Berufsschule, das Cafe Blind Date und die Berufsschule und das Beratungszentrum Don Bosco in Würzburg. Ein Schwerpunkt der bayerischen Aktion ist in diesem Jahr in Würzburg. Der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom besucht die Berufsschule, die Landtagsabgeordneten Oliver Jörg (CSU), Simone Tolle (Bündnis 90/Die Grünen), Günter Hartleib (SPD) und Karsten Klein (FPD) sind im Cafe Blind Date in Würzburg zu Gast, der Abgeordnete Günter Felbinger (Freie Wähler) trifft sich mit Jugendlichen bei der Kolpingjugend . Der Vorsitzende des Würzburger Diözesan-Caritasverbandes, Domkapitular Clemens Bieber und der Vorsitzenden der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Würzburg, Eugen Hain informieren sich im Don Bosco-Zentrum.

Weitere Informationen zu Hintergründen sind zu finden auf: http://www.josefstag.de

Quelle: Landes-Caritas-Verband Bayern

 

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