Jugendsozialarbeit / Sozialpolitik

Bayern: Ausbildungschancen von benachteiligten jungen Menschen verbessern

Eine junge Automechanikerin in der Ausbildung
Bild: Fotolia© Karin & Uwe Annas

In Bayern werden sechs neue Projekte von Bildungsträgern und Trägern der freien Jugendhilfe aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds, der Jobcenter und des Landes finanziert, die Hürden in die Ausbildung und den Arbeitsmarkt für besonders benachteiligte junge Menschen abbauen sollen. Sie zeichnen sich durch Niedrigschwelligkeit und eine intensive Begleitung aus.

Junge Menschen an den Arbeitsmarkt heranführen

Sechs neue Projekte in Bayern zielen darauf ab, besonders benachteiligten jungen Menschen ein selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Dazu erkärte Bayerns Arbeitsministerin Kerstin Schreyer: „In Bayern haben Jugendliche die besten Chancen für einen guten Start ins Berufsleben: die Jugendarbeitslosigkeit liegt bei 2,7 Prozent und die Betriebe suchen händeringend Nachwuchs. Dennoch gibt es junge Menschen, die mit erheblichen Schwierigkeiten kämpfen. Sie brauchen spezielle Unterstützung um eine Ausbildung starten zu können. Dafür gibt es in Bayern die Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit, die sich mit Qualifizierungs- und Ausbildungsprojekten gerade um sozial benachteiligte und individuell beeinträchtigte junge Menschen kümmert. Mit sechs neuen Projekten wollen wir jetzt Schritt für Schritt junge Menschen, die wir bislang nur sehr schwer erreichen konnten, an den Arbeitsmarkt heranführen. Unser Ziel ist es, dass sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen können.“

Niedrigschwellige Angebote und intensive Begleitung

Mit dem Aufruf des Europäischen Sozialfonds „Dabei sein – Heranführung“ wurden Bildungsträger und Träger der freien Jugendhilfe aufgefordert, innovative Methoden zur Förderung der Ausbildungsreife zu entwickeln. Die Projekte richten sich an junge Menschen, die aufgrund verschiedenster individueller Hürden den Schritt in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt nicht geschafft haben. Die Maßnahmen knüpfen an die gesamte Lebenssituation der Teilnehmenden an. Mit besonders niedrigschwelligen Angeboten, professioneller Qualifizierung und einer intensiven Begleitung werden sie an die Arbeitswelt herangeführt. Die Projekte dauern über drei Jahre und erreichen 170 Jugendliche. Dafür stehen 1,3 Millionen Euro aus dem Europäischen Sozialfonds, 800.000 Euro aus Mitteln der bayerischen Jobcenter und 500.000 Euro Landesmittel zur Verfügung.

Folgende sechs Projekte sind gestartet:

  • Projekt „! go ahead“ der gfi-Coburg in der Stadt und im Landkreis Coburg
  • Projekt Let`s go! der gfi-Kempten im Landkreis Oberallgäu
  • Projekt „Dabei sein“ der quin.akademie GmbH in der Stadt Straubing und im Landkreis Straubing – Bogen
  • Projekt „Dock an“ der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg e.V in der Stadt und im Landkreis Augsburg
  • Projekt „mida“ der infau-lern/statt GmbH in der Stadt und im Landkreis Augsburg
  • Projekt „Finde deinen Weg“ der BIB Augsburg gGmbH, Gesellschaft für Bildung, Integration und Beruf in Dillingen an der Donau

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales vom 17.08.2018

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