Jugendsozialarbeit

Baden-Württembergs Sozialstaatssekretär würdigt Beitrag des Jugendwohnens zur beruflichen Bildung

„Jugendwohnheime sind für viele junge Menschen die einzige Möglichkeit, eine qualifizierte Ausbildung überhaupt anzutreten. Sie sorgen dafür, dass junge Auszubildende eine verlässliche Unterkunft und eine angemessene pädagogische Begleitung finden können. Damit leistet das Jugendwohnen einen wichtigen Beitrag zur beruflichen Bildung im Land“, sagte Staatssekretär Dieter Hillebrand heute bei der Fachtagung „Jugendwohnen schafft Zukunft“ in Stuttgart.

Die Landesregierung Baden-Württemberg widme der jungen Generation als besonders wichtige Zielgruppe ihrer Politik größte Aufmerksamkeit. In der laufenden Legislaturperiode habe sie die Jugendpolitik ausdrücklich als einen Schwerpunkt ausgewiesen. „Der Grund hierfür liegt auf der Hand: Für den Fortbestand unserer Gesellschaft und unseres anhaltenden wirtschaftlichen Erfolgs im Land ist es unerlässlich, die Zukunft der jungen Menschen zu sichern und ihnen Perspektiven zu geben“, betonte der Staatssekretär.

Rund zwei Jahre nach dem Ausbruch der schwersten Finanz- und Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit habe das Land wieder Grund zu Optimismus, hob der Staatssekretär mit Blick auf die aktuelle Arbeitsmarktsituation hervor. „Nirgendwo sonst in Deutschland „brummt“ die Wirtschaft so wie in Baden-Württemberg.“ Mit einem weiteren Rückgang der habe sich die Erholung am Arbeitsmarkt im vergangenen Monat eindrucksvoll fortgesetzt. „Besonders erfreulich ist, dass auch bei der Arbeitslosigkeit Jugendlicher wieder eine deutliche Entspannung zu spüren ist. Die Arbeitslosenquote Jugendlicher hat sich von 4,8 Prozent auf jetzt noch 3,8 Prozent verringert“, sagte Dieter Hillebrand. Mit dazu beigetragen habe fraglos die anhaltend hohe Ausbildungsbereitschaft der Unternehmen im Land, die hier auch in dem zurückliegenden Rezessionsjahr 2009 mit über 10.000 neuen Ausbildungsplätzen ein starkes Engagement zeigten. „Dennoch ist die Krise auch am Ausbildungsmarkt nicht spurlos vorbeigegangen. Verlierer waren vor allem junge Menschen mit fehlenden Berufsabschlüssen, mit Migrationshintergrund und schlechten Deutschkenntnissen, die zudem häufig aus einem schwierigen psychosozialen Umfeld kommen. Umso wichtiger ist daher, dass das Bündnis zur Stärkung der beruflichen Ausbildung in Baden-Württemberg 2007 - 2010 zwischen Landesregierung, Wirtschaft und Arbeitsverwaltung einen Schwerpunkt auf die Qualifikation und Integration benachteiligter Jugendlicher gelegt hat“, sagte der Staatssekretär.

Nach den Worten des Staatssekretärs bieten landesweit 36 Heime 16.444 Jugendlichen eine verlässliche Unterkunft außerhalb des Elternhauses. „Wer in junge Menschen investiert, investiert in die Zukunft. Die Zukunftsfähigkeit hängt davon ab, wie wir die Begabungen und Fähigkeiten unserer Jugend fördern und sie ausbilden. In der Verantwortung stehen hier alle, das familiäre Umfeld, die Lehrerschaft und die Bildungsträger ebenso wie die Unternehmen und Verbände und nicht zuletzt natürlich auch die Jugendlichen selbst. Wir dürfen den jungen Menschen nicht nur sagen, was wir für sie tun können, sondern auch was sie selbst für sich tun müssen“, bilanzierte Hillebrand.

Herausgeber: Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familien und Senioren Baden-Württemberg