Jugendsozialarbeit

Assistierte Ausbildung als Gewinn für Jugendliche und Betriebe

Mit der assistierten Ausbildung ermöglicht das Projekt carpo jungen Menschen mit Förderbedarf eine Ausbildung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Ebenso werden dadurch - entgegen dem allgemeinen Trend - neue Ausbildungsstellen durch Betriebe geschaffen: “Der demographische Wandel und der damit drohende Nachwuchskräftemangel fordern uns heraus, mit der Integration auch der schwächeren Jugendlichen in Ausbildung und Beruf ernst zu machen“, betont Hansjörg Böhringer, Landesgeschäftsführer des Paritätischen Baden-Württemberg.

„Mit der Assistierten Ausbildung bieten wir ein nachhaltig wirkungsvolles Instrument auf dem 1. Arbeitsmarkt an, um Betriebe und Jugendliche mit Förderbedarf passgenau zusammenzubringen“. Die Stärke des Angebots von Diakonie Württemberg und Paritätischem Baden-Württemberg ist, dass Auszubildende und Betriebe im Vorfeld und während der Ausbildung durch erfahrene Träger der Jugendberufshilfe individuell begleitet und umfassend unterstützt werden. Teilnehmen können junge Mütter und Väter auch in Teilzeit, Jugendliche mit Migrationshintergrund, Schulabgänger, die einen geschlechteruntypischen Beruf ergreifen wollen, sowie junge Menschen, die seit über einem Jahr keine Ausbildungsstelle gefunden haben.

An zehn Standorten (Esslingen, Freiburg, Heilbronn, Stuttgart, Waiblingen, Reutlingen, Tübingen, Ravensburg, Mannheim, Offenburg) wird die Assistierte Ausbildung durch erfahrene Träger der Jugendberufshilfe der beiden Verbände umgesetzt. Bereits bis Ende Juni konnten schon rund 200 junge Menschen von carpo profitieren - über 100 haben bereits erfolgreich eine Ausbildung begonnen. Gut ein Drittel der Ausbildungsplätze wurden dabei von den Betrieben aufgrund der Angebote der Assistierten Ausbildung zusätzlich geschaffen. Nahezu alle Teilnehmenden waren bereits seit über einem Jahr auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz.

"Wichtigste Voraussetzung für eine gesicherte Zukunft ist nach wie vor der erfolgreiche Abschluss einer Berufsausbildung“ sagt Kirchenrätin Heike Baehrens - stellvertretende Vorstandsvorsitzende des Diakonischen Werks Württemberg. „Die bisherigen Erfahrungen mit dem Modell der assistierten Ausbildung und die großen Erfolge bestätigen uns in dem Ziel, die assistierte Ausbildung bis 2011 in Baden-Württemberg flächendeckend zu etablieren.“ Dafür ist jedoch erforderlich, dieses bewährte Konzept auch über den Projektzeitraum hinaus öffentlich zu fördern. Land, Kommunen und Arbeitsverwaltung sind herausgefordert, dafür die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.

Das Projekt carpo wird aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds sowie vom Ministerium für Arbeit und Soziales des Landes Baden-Württemberg gefördert. Träger sind das Diakonische Werk Württemberg und der Paritätische Baden-Württemberg.

Mehr Informationen: http://www.carpo-esf.de/

Quelle: Der Paritätische Baden-Württemberg

 

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