Jugendsozialarbeit / Jugendforschung

Arbeitsfähig?! Jugend im transformierten Sozialstaat

Jemand schreibt Begriffe wie "Ausbildung, Studium, job und Karriere" auf eine Tafel
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Verschiedene Dissertationsprojekte untersuchen die Integration von Adressaten der Jugendberufshilfe in die Erwerbsarbeit. Sie diskutieren ihre Ergebnisse im Rahmen eines Wissenschaft-Praxis-Dialogs am 9. Juni 2016 an der Universität Essen. Praktiker in der Arbeit mit jungen Erwachsenen sind zum kritischen Dialog herzlich eingeladen.

Junge Erwachsene stehen vor der Herausforderung der Integration in die Erwerbsarbeitsgesellschaft, sie müssen "arbeitsfähig“ sein. Arbeitsfähigkeit in einem aktivierenden Sozialstaat stellt für junge Erwachsene mehr denn je die Voraussetzung für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben dar. Doch was bedeutet Arbeitsfähigkeit für junge Erwachsene?

Verschiedene Dissertationsprojekte, die an der Hochschule Düsseldorf, der Technischen Hochschule Köln und der Universität Duisburg-Essen entstanden sind, beleuchten diese Frage aus der Sicht der Adressatinnen und Adressaten der Jugendberufshilfe bzw. der sozialpolitischen Arrangements, in denen junge Erwachsene leben. Wie thematisieren Jugendliche ihre Biografien im Kontext der von ihnen erwarteten Arbeitsfähigkeit? Welchen Nutzen können jugendliche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus ihrer Sicht aus Angeboten im Übergang zwischen Schule und Beruf bzw. Erwerbsarbeit ziehen? Welche europapolitischen Diskurse beeinflussen nationale Jugendpolitiken, und wie unterscheiden sich die wohlfahrtskapitalistischen Regime für junge Erwerbslose in Spanien und Deutschland?

Um die Forschungsergebnisse nicht nur in wissenschaftlichen Fachdebatten zu belassen, interessieren sich die Veranstalter ausdrücklich für die Gedanken und Erfahrungen der Praktikerinnen und Praktiker in der Arbeit mit jungen Erwachsenen. Zum Wissenschaft-Praxis-Dialog eingeladen sind ferner alle interessierten Studierenden und Forschende zu angrenzenden Themen. Wie lassen sich die Ergebnisse mit den Erfahrungen in der Praxis verknüpfen und in Zusammenhang bringen? Welche Themen und Analysen bereichern die Debatte? Um sich diesen Fragen zu widmen und die Forschungsergebnisse zur Diskussion zu stellen, sind alle Interessierten zum kritisch konstruktiven Dialog an die Universität Duisburg- Essen eingeladen.

Die Veranstaltung findet am 9. Juni 2016 von 14:00 bis 18:00 Uhr auf dem Campus Essen statt. 

Weiterführende Informationen stehen auf der Webseite der Hochschule Düsseldorf zur Verfügung.  

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