Jugendsozialarbeit

7. Thüringer Jugendgerichtstag in Jena eröffnet

Der 7. Thüringer Jugendgerichtstag in Jena erörtert die Ursachen von Gewaltkriminalität von Jugendlichen und will den Handlungsbedarf in Thüringen aufzeigen. Die Wirksamkeit von Präventionsmaßnahmen steht dabei Mittelpunkt.

Im Rahmen seines heutigen Grußwortes zur Eröffnung des 7. Thüringer Jugendgerichtstags in Jena sagte der Staatssekretär im Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit, Dr. Hartmut Schubert: „Prävention von Gewaltkriminalität und Reaktion auf jugendliche Gewaltkriminalität ist eine Daueraufgabe für unsere Gesellschaft. Wenn das Auftreten von Jugendgewalt wie eine Art „Fieberkurve“ für unsere Gesellschaft ist, kann sie somit nicht allein von den Jugendlichen selbst verantwortet werden. Die Bedingungen, unter denen Kinder und Jugendliche heute aufwachsen, sind schlechter geworden. Es gibt mehr Gefährdungen, mehr Gelegenheiten zur Kriminalität und weniger Schutz durch Einbindung in ein festes soziales Gefüge. Eine Schlüsselrolle in der Gewaltprävention hat dabei die Familie. Ansatzpunkte für präventive Arbeit gibt es auch in den Kindertageseinrichtungen und in der Schule. Lebenswelt- und zielgruppenorientierte Angebote sind hierbei besonders gefragt, ebenso mobile und aufsuchende Angebote. Sie sind gut geeignet, junge Menschen in Krisensituationen anzusprechen. Durch eine intensive Beziehungsarbeit bieten sich Chancen, um sie aus Gefährdungsbereichen herauszulösen.“

Das Fachforum wird von der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen in Thüringen veranstaltet.

Mehr Informationen unter: http://www.fh-jena.de/images/22e7e6ad88/Deutscher_Jugendgerichtstag_2010.pdf

Quelle: Thüringer Ministerium für Soziales, Familie und Gesundheit

 

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