Jugendsozialarbeit / Bildungspolitik

5 Jahre Berufsorientierung: Programm zeigt weiter Erfolge

Eine junge Frau arbeitet im Techniklabor.
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Fünf Jahre nach seiner Einführung kann das Berufsorientierungsprogramm der Bundesregierung eine eindrucksvolle Bilanz aufweisen: Mehr als 450.000 Schülerinnen und Schüler wurden bislang erreicht.

Mehr als 220 Millionen Euro an Fördermitteln wurden durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), das das Programm im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) durchführt, bewilligt. Ziel ist es, jungen Menschen frühzeitig Orientierung bei ihrer Berufswahlentscheidung zu geben sowie ihre individuellen Stärken zu identifizieren und zu fördern. Auf diese Weise soll den jungen Menschen der Übergang von der Schule in den Beruf erleichtert werden. Das Programm richtet sich in erster Linie an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 7 und 8, die einen Abschluss in der Sekundarstufe I anstreben.

Und das Programm zeigt Erfolge: So sind die jährlichen Anfängerzahlen im Übergangsbereich seit 2005 um mehr als ein Drittel gesunken. Neben dem allgemeinen Rückgang der Schülerzahlen und dem erkennbaren Bestreben der Betriebe, zunehmend auch Jugendlichen mit schlechteren Schulnoten eine Chance auf einen Ausbildungsplatz zu geben, wertet BIBB-Präsident Friedrich Hubert Esser diese Entwicklung auch als Indiz für die Wirkung und den Erfolg des Berufsorientierungsprogramms: "Die im Programm eingesetzten Bausteine erweisen sich als äußerst wirksam. Die Potenzialanalyse zeigt die individuellen Fähigkeiten, Talente und Neigungen der Jugendlichen auf, und durch die Werkstatttage haben sie zwei Wochen Zeit, unter Anleitung durch professionelles Ausbildungspersonal mindestens drei Berufsfelder praxisnah kennenzulernen."

Dies erhöhe, so Esser weiter, die Chancen einer bewussten Berufswahl durch die Jugendlichen enorm und trage - einschließlich der Berufseinstiegsbegleitung - entscheidend mit dazu bei, die Zahl der Vertragslösungen und Ausbildungsabbrüche zu senken. Der BIBB-Präsident plädiert dafür, die Strukturen im Übergangsbereich vor Ort möglichst bundesweit an der Kombination von Potenzialanalyse, Werkstatttagen und Berufseinstiegsbegleitung auszurichten.

Das Berufsorientierungsprogramm trägt zentral zur BMBF-Initiative "Abschluss und Anschluss - Bildungsketten bis zum Ausbildungsabschluss" bei.

Weitere Informationen unter: www.bibb.de/berufsorientierung

Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) vom 23.07.2013

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