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Kinder- und Jugendschutz / Europa

„Wegweiser“ Ostbelgien zieht positive Bilanz und plant Fortbildungen und Handreichungen

Faust

Die seit April 2017 aktive „Wegweiser“-Anlaufstelle in Ostbelgien hat Bilanz ihrer Angebote zur Prävention von gewaltsamen Radikalismus gezogen. Für das Jahr 2018 sind vielseitige Projekte geplant, darunter Fortbildungen für Fachkräfte in der Jugendarbeit, Pädagogik und Sozialarbeit. Darüber hinaus sollen deutschsprachige, präventionsbezogene Handreichungen erarbeitet werden.

Im April 2017 initiierte die Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft ein trilaterales Abkommen mit dem Land Nordrhein-Westfalen und der Stadt Aachen über die Einrichtung einer „Wegweiser“-Anlaufstelle in Ostbelgien. Die Aufgabe besteht in der Durchführung von Beratungs- und Sensibilisierungsangeboten zur Vorbeugung von gewaltsamem Radikalismus. Die bei Kaleido angesiedelte Anlaufstelle strebt zudem eine Vernetzung aller wichtigen Partner in Ostbelgien in Sachen Prävention an.

Jahresbericht mit positiver Bilanz

Am Sitz des Ministerpräsidenten Oliver Paasch legte Wegweiser seinen Netzwerkpartnern seinen umfassenden  Jahresbericht 2017 vor. Mit beachtlicher Bilanz, denn neben zahlreichen Einzel- oder Gruppenberatungen sowie Gesprächen mit ostbelgischen Netzwerkpartnern vertrat die Anlaufstelle die ostbelgische Regierung in mehreren Gremien und internationalen Arbeitsgruppen. Gemeinsam mit dem Kabinett des Ministerpräsidenten gab es auch eine öffentliche Konferenz in Eupen, für die der namhafte Extremismus-Experte Ahmad Mansour als Podiumsgast gewonnen werden konnte.
Gemeinsam für ein friedvolles Ostbelgien

Fortbildungen für Fachkräfte und Handreichungen geplant

Auch für das Jahr 2018 ist die Planung vielseitig. Neben der Veröffentlichung von Informationsflyer und Webseite sind verschiedene Fortbildungen geplant, so etwa für Pädagogen und Pädagoginnen, Fachkräfte der Jugendarbeit und Sozialarbeit. Gemeinsam mit der kanadischen Präventions-Anlaufstelle CPRMW sollen darüber hinaus verschiedene präventionsbezogene Handreichungen für ein deutschsprachiges Zielpublikum verfügbar gemacht werden. Zudem ist eine noch engere Zusammenarbeit mit innerbelgischen Partnern geplant. Hier gilt es, Informationsflüsse weiter zu verbessern, Maßnahmen aufeinander abzustimmen und sich gegenseitig über neue Methoden und Projekte zu informieren.

Quelle: Kaleido Ostbelgien

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