Kinder- und Jugendschutz

Vielfältige Dimensionen: Erzieherischer Kinder- und Jugendschutz

Eine Frau nimmt ein Mädchen an die Hand und geht mit ihr einen Weg entlang.
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Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) legt in ihrer aktuellen Ausgabe von "Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug)" den Schwerpunkt auf die konzeptionelle Grundlegung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes.

Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz steht in der öffentlichen Wahrnehmung im Windschatten des ordnungsrechtlichen, kontrollierenden Jugendschutzes, obwohl er 1990 im Sozialgesetzbuch VIII – Kinder- und Jugendhilfe – ausdrücklich als Aufgabe der öffentlichen Träger verankert wurde. Vielerorts lässt seine konkrete Umsetzung zu wünschen übrig.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz (BAJ) hat deshalb in diesem Jahr ihre besondere Aufmerksamkeit auf dieses Arbeitsfeld der Jugendhilfe gerichtet. In der aktuellen Ausgabe von Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis wird schwerpunktmäßig die konzeptionelle Grundlegung des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes in den Blick genommen.

Die Autorinnen und Autoren der Beiträge tragen dazu bei, den Blick für die vielfältigen Dimensionen dieses bedeutenden Aufgaben- und Handlungsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe zu schärfen. Einleitend vermittelt ein lexikalischer Beitrag einen Überblick, klärt den Begriff, grenzt ihn gegenüber anderen Jugendschutzaktivitäten ab und ordnet ihn historisch sowie im Hinblick auf die Handlungsformen und Zuständigkeiten ein.

Auf der Basis gutachterlicher Ausarbeitungen werden ausführlich die rechtlichen und pädagogischen Dimensionen des erzieherischen Kinder- und Jugendschutzes dargestellt. Eine Möglichkeit der praktischen Umsetzung wird mit dem Jugendschutzparcours "stop & go" vorgestellt. In diesem niedrigschwelligen Angebot werden mit Jugendlichen Themen des Jugendschutzes lebensweltnah und spielerisch erarbeitet und zum reflektierten Umgang angeregt. Ein Projektteam der Universität Erfurt stellt Ergebnisse einer wissenschaftlichen Evaluation vor und zeigt Erfolge und Verbesserungsmöglichkeiten auf. In der Rubrik "Fragen an …" stellt sich Elke Monssen-Engberding von der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien den Fragen der Redaktion. Ergebnisse der Evaluation eines interaktiven Computerspiels zum Glücksspiel Jugendlicher werden in der Rubrik "Die aktuelle Studie" vorgestellt.

Die Ausgabe 2-2015 "Der erzieherische Kinder- und Jugendschutz – § 14 SGB VIII" der Zeitschrift Kinder- und Jugendschutz in Wissenschaft und Praxis (KJug) kann zum Preis von EUR 16,- (inkl. Versandkosten) bestellt werden bei der Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit unter: www.bag-jugendschutz.de/kjug_aktuell.html

Quelle: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz e.V. vom 15.04.2015

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