Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Tipp: Filmpremiere "Pillenlos – Ein Film über die Wege aus der Medikamentenabhängigkeit" in Wuppertal

Hände mit Essbesteck nebenTeller mit Medikamenten
Bild: Medienprojekt Wuppertal e. V.

Am 4.11.2013 findet um 19:30 Uhr im Wuppertaler CinemaxX (Bundesallee 250, Wuppertal-Elberfeld) die Premiere des Dokumentarfilms "Pillenlos" über Medikamentenabhängigkeit statt. Der Eintritt in die Veranstaltung kostet 1 Euro. Im Anschluss an die Filmaufführung gibt es eine Publikumsdiskussion.

Medikamente sind für viele Menschen eine große Hilfe. Doch für rund zwei Millionen Menschen in Deutschland sind Tabletten ein Suchtmittel. Besonders bei Schmerz-, Schlaf- und Beruhigungsmitteln ist der Weg von der sinnvollen Einnahme zur Sucht nicht weit.

In diesem Film berichten drei Betroffene, wie sie in die Medikamentenabhängigkeit geraten sind. Es fällt auf, dass die Protagonisten im Rahmen ihres Erwachsenwerdens wenig Selbstwertgefühl entwickeln konnten und dadurch schon früh in seelische Not geraten sind. Auf der Suche nach emotionalem Halt reicht dann eine Verknüpfung ungünstiger Faktoren, die schließlich über den Medikamentengebrauch in den Medikamentenmissbrauch führt. Mal ist es der gut gefüllte Medikamentenschrank der Eltern, der zur Selbstbedienung einlädt, mal sind es Ärzte, die großzügig und über lange Zeiträume abhängig machende Medikamente verordnen. Besonders Schlaf- und Beruhigungsmittel werden oft in unverantwortlichen Mengen verschrieben und konsumiert.

Der Konsum gerät außer Kontrolle, wenn eine Beendigung der Tabletteneinnahme nicht mehr vorstellbar erscheint. Stattdessen dreht sich ein großer Teil des Lebens um das Suchtmittel, allerdings in großer Heimlichkeit. Betroffene lassen sich oft Präparate von verschiedenen Ärzten verschreiben oder besorgen sich das Suchtmittel auf illegalem Weg. Trotzdem gelingt es den Abhängigen für lange Zeit, ein unauffälliges und sozial integriertes Leben zu führen. Der Film zeigt auch auf, wie der Weg aus der Sucht über Psychotherapien in Fachkliniken gelingen kann. Dabei geht es zum einen darum, vom Suchtmittel loszukommen und zum anderen die Lücke, die das Suchtmittel hinterlässt, mit neuen und konstruktiven Inhalten zu füllen. Die Protagonisten dieses Films haben ihre Sucht überwunden und wollen ihre Geschichten erzählen. So machen sie anderen Betroffenen Mut, Auswege aus der Medikamentensucht zu suchen und zu finden. Eine zufriedene Abstinenz ist möglich.

Kartenreservierungen können beim Medienprojekt Wuppertal vorgenommen werden: Tel: 0202- 5632647 oder info@DontReadMemedienprojekt-wuppertal.de. Vorbestellte Karten müssen bis 15 Minuten vor Beginn der Veranstaltung im Foyer des Kinos abgeholt werden. Der Film wurde in den letzten Monaten vom Medienprojekt Wuppertal produziert und wird ab der Premiere deutschlandweit als Bildungs- und Aufklärungsmittel auf DVD vertrieben. DVD-Bestellung über www.medienprojekt-wuppertal.de.

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e. V. vom 30.10.2013

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