Kinder- und Jugendschutz / Kinder- und Jugendarbeit

Teilnehmende für Dokumentarfilm über häusliche Gewalt gesucht

Eine Frau hält ihren Arm ausgestreckt und zeigt symbolisch mit ihrer Hand "Stop! Aufhören!".
Bild: © Erwin Wodicka - Fotolia.com

Das Medienprojekt Wuppertal sucht für einen Dokumentarfilm Menschen, die in ihrer Familie oder ihrer Partnerschaft Gewalt erfahren haben. Der Film soll öffentlich in einem Kino präsentiert sowie auf DVD und als Stream für die Präventions- und Bildungsarbeit genutzt werden. Alle Dreharbeiten werden ausführlich mit den betroffenen Menschen und Familien besprochen.

Was ist häusliche Gewalt?

Häusliche Gewalt geschieht quer durch alle Bildungs- und sozialen Schichten, in allen Altersstufen und unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Meist beginnt die Spirale der Gewalt auf verbaler Ebene mit Beschimpfungen und Erniedrigungen. Auch soziale Isolation sowie die Kontrolle von SMS, E-Mails oder die Übernahme der Gestaltung des Alltags beim Partner oder der Partnerin können beginnende Formen von Gewalt sein.

Das häusliche Umfeld sollte eigentlich einen geschützten Raum bieten. Wenn hier Gewalt ausgeübt wird, zerbricht nicht nur das Vertrauen, sondern die Betroffenen schämen sich oft und es fällt ihnen schwer, Hilfe zu holen oder die Täter zu verlassen, was für die Außenwelt kaum wahrnehmbar ist. Wenn Kinder betroffen sind, kommt zur emotionalen auch noch die existenzielle Abhängigkeit zu den Bezugspersonen hinzu.

Filmprojekt für die Präventionsarbeit

In dem Dokumentarfilmprojekt sollen Betroffene (Frauen und Männer) befragt und gefilmt werden, die verbale, emotionale, körperliche, sexuelle, psychische oder/und wirtschaftliche Gewalttaten zwischen Menschen, die in einem Haushalt zusammenleben, erfahren haben oder aktuell erleben. Dabei soll Gewalt in Paarbeziehungen (vor, während und nach einer Trennung), Gewalt gegen Kinder, Gewalt von Kindern gegenüber ihren Eltern, Gewalt zwischen Geschwistern und Gewalt gegen im Haushalt lebende ältere Menschen thematisiert werden. Alle Dreharbeiten werden von Beginn bis zum Ende ausführlich mit den betroffenen Menschen und Familien besprochen.

Weitere Informationen

Interessierte können sich wenden an:

Medienprojekt Wuppertal
Kim Münster
Tel.: 0202-563 26 47
E-Mail: info@medienprojekt-wuppertal.de
Internet: www.medienprojekt-wuppertal.de

Quelle: Medienprojekt Wuppertal e.V. vom 10.01.2019

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