Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Suizidpräventionsberatung [U25] geht auf Youtube online

Eine Frau sitzt traurig auf dem Boden und schaut mit gerunzelter Stirn nach unten und rauft sich die Haare.
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Die Online-Beratung [U25] – Suizidprävention geht mit einem Youtube-Kanal online. Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September erweitert das Beratungsangebot der Caritas damit seine Kommunikation für Jugendliche und junge Erwachsene auf die Videoplattform. Im Jahr 2018 verzeichnete die Online-Beratung mehr als 7.700 Mailkontakte.

„Die weiterhin starke Nachfrage für das Beratungsangebot [U25] zeigt, wie viele Heranwachsende mit suizidalen Krisen zu kämpfen haben“, betont Caritas-Präsident Peter Neher anlässlich des Welttages der Suizidprävention. Daher wolle die Caritas mit diesem zusätzlichen Youtube-Angebot neben den Auftritten bei Instagram und Facebook auf einem weiteren Kanal mit jungen Menschen in Kontakt kommen, um sie über das Thema Suizidalität aufzuklären und ihnen Hilfe anzubieten.

Der Weg aus der Krise

Auf dem Youtube-Kanal u25.de/youtube werden künftig sowohl Beiträge über das Beratungsangebot selbst als auch verschiedene Aufklärungs- und Informationsvideos zu finden sein. Darüber hinaus sind dort ehemalige Betroffene porträtiert, die einen Weg aus der Krise gefunden haben.

Suizid ist unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen zehn und 25 Jahren die häufigste Todesursache. Eine Tatsache, die in der Öffentlichkeit noch immer wenig bekannt ist. „Oft ist die Hemmschwelle für junge Menschen mit suizidalen Gedanken zu hoch, eine Beratungsstelle in ihrer Region aufzusuchen. Die Online-Beratung [U25] bietet jungen Ratsuchenden die Möglichkeit, sich online, anonym und kostenlos beraten zu lassen“, so Neher.

Beratung ehrenamtlich und unter Gleichaltrigen

Das Besondere hierbei ist, dass die Beraterinnen und Berater selbst junge Erwachsene bis 25 Jahre sind und ehrenamtlich arbeiten. Sie begleiten die Gleichaltrigen, die sich in einer Krise befinden. Neben der Onlineberatung und der Präventionsarbeit an Schulen hat sich das Angebot zur Aufgabe gemacht, in der Öffentlichkeit präsent zu sein, um das Thema Suizid aus der gesellschaftlichen Tabuzone herauszuholen und darüber aufzuklären.

Aktuell kümmern sich bei der Online-Beratung [U25] – Suizidprävention rund 230 Beraterinnen und Berater an zehn Standorten in Deutschland um die Anfragen. 1.267 Menschen suchten im Jahr 2018 Rat. Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 7.725 Mailkontakte.

Mehr Informationen zum Projekt: www.u25-deutschland.de

Quelle: Deutscher Caritasverband e.V. vom 09.09.2019

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