Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Safer Internet Day: Kinder und Jugendliche vor Cybermobbing schützen

Kinder lernen mit Tablet
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Anlässlich des Safer Internet Day am 7. Februar teilt das Bayerische Familienministerium mit, neue Präventionsangebote für Eltern und Fachkräfte zu schaffen.

Facebook, What's App und Co. sind Alltag im Leben vieler Kinder und Jugendlichen - mit sämtlichen Vor- und Nachteilen.

"Bei allen Möglichkeiten, sich zu unterhalten und zu vernetzen, vergessen Kinder und Jugendliche häufig die Risiken. Die Anonymität des Netzes erleichtert es, andere bloß zu stellen, zu beleidigen oder zu bedrohen. Herabsetzende Bilder, Videos oder Texte können sich rasend schnell verbreiten und die Betroffenen schwer verletzen", ruft Bayerns Familienministerin Emilia Müller anlässlich des Safer Internet Day allen Nutzern in Erinnerung. Ihr Ziel: Kinder und Jugendliche sollen lernen, dass Rücksichtnahme und Respekt auch online unabdingbar sind. "Daneben dürfen wir die Opfer von Cyber Mobbing nicht allein lassen. Sie brauchen Hilfe von kompetenten Ansprechpartnern", so Müller.

Das Bayerische Familienministerium unterstützt deshalb Angebote für Eltern und Fachkräfte. Damit diese Mobbing frühzeitig erkennen und gezielt eingreifen können, hat die Aktion Jugendschutz Bayern mit Unterstützung des Familienministeriums die Broschüre "Mobbing gemeinsam beenden" erarbeitet. Dazu bietet es Fortbildungen zur Mobbingintervention an (www.bayern.jugendschutz.de). Das JFF - Institut für Medienpädagogik stellt Unterrichtsmaterial zum "Stress im Netz" zur Verfügung (www.ich-wir-ihr.de). Hilfestellung für betroffene Eltern finden Mütter und Väter unter  www.mein-kind-ist-online.de.

Laut einer Studie des Medienpädagogischen Forschungsverbundes Südwest aus dem letzten Jahr hat jeder Dritte zwischen 12 und 19 Jahren erlebt, dass in seinem Bekanntenkreis jemand im Internet oder per Handy gemobbt wurde. Je älter die Jugendlichen sind, desto höher ist der Anteil derer, die schon von so einem Fall erfahren haben (12-13 Jahre: 26 %, 14-15 Jahre: 30 %, 16-17 Jahre: 39 %, 18-19 Jahre: 39 %).

Quelle: Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration vom 06.02.2017

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