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Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendschutz

Pädagogische Materialien gegen Antisemitismus und Israel-Hass

Das Online-Magazin "Lernen aus der Geschichte" hat zahlreiche Anregungen für Pädagoginnen und Pädagogen zum Nahostkonflikt und seiner Rezeption in der deutschen Gesellschaft zusammengestellt.

Als am 31. Mai die israelische Armee vor der Küste von Gaza ein Schiff mit Hilfslieferungen stoppte und 9 Menschen dabei ums Leben kamen, war das Thema "Nahostkonflikt" schlagartig auch wieder bei Jugendlichen in Deutschland präsent. Der Konflikt zwischen Israelis und Arabern wird von Jugendlichen oft sehr emotional diskutiert. Dabei fallen nicht nur kritische, sondern auch antisemitische Äußerungen. Wie können Pädagoginnen und Pädagogen mit Antisemitismus und Israel-Hass umgehen? Wo finden sie Informationen zu den Ursachen des Nahostkonflikts und zu seiner Rezeption in der deutschen Gesellschaft? Wo verläuft die Trennlinie zwischen Israel-Kritik und Antisemitismus? Wie lässt sich die Auseinandersetzung mit antisemitischen Vorurteilen in pädagogische Projekte übersetzen? 

Unter dem Titel "Die Kulturalismusfalle im (historisch-)politischen Lernen am Beispiel des Nahostkonflikts" sind in der aktuellen Online-Magazinausgabe "Lernen aus der Geschichte" zahlreiche Anregungen versammelt, um sich mit all diesen Fragen vertiefend auseinanderzusetzen. Der Nahostkonflikt, und vor allem seine Wahrnehmung in Europa, bieten sehr verschiedene Anknüpfungspunkte zur Behandlung in der politischen Bildung, aber auch im historisch-politischen Lernen und in der interkulturellen Bildung. Dabei gilt es auch für Pädagoginnen und Pädagogen, mögliche eigene kulturalisierende Wahrnehmungsmuster zu hinterfragen. Die Erlangung von Urteilskompetenz kann bei dieser Thematik nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sonst drohen verkürzende Verurteilungen der israelischen Seite als Aggressor dort und von jugendlichen Migrant/innen als Träger antisemitischer Ressentiments hier.

Mit den öffentlichen Wahrnehmungsformen um die Ereignisse auf dem Passagierschiff „Mavi Marmara“, das von der israelischen Armee bei dem Versuch die Blockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen aufgebracht wurde, beschäftigt sich der Historiker und Journalist Alexander Hasgall. Aus der Schnelligkeit mit der für ihn einseitige Urteile gefällt wurden, zieht er Schlüsse für die Bildungsarbeit zum Thema Nahost.

Julia Eksner reflektiert in ihrem Beitrag ihre Erfahrungen aus der medienpädagogischen Arbeit des Vereins Streetgriot mit jugendlichen Migrant/innen in Berliner Schulen. Ebenfalls einen Einblick in die pädagogische Praxis bieten die Ausführungen von Franziska Ehricht, die über eine mehrjährige Erfahrung mit dem Verein Miphgasch/Begegnung e.V. zu Projekttagen verfügt, die das Thema Nahost aufgreifen.

Die gegenüber der israelischen Politik kritischen, aber nicht denunziatorischen Einlassungen von Moshe Zuckermann leisten einen weiteren wichtigen Beitrag zum Verständnis der Situation in Nahost. Als ehemaliger Leiter des Instituts für deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv kann Moshe Zuckermann zudem als Kenner der Situation in Deutschland gelten.

Mehr Informationen unter:  Die Kulturalismusfalle im (historisch-)politischen Lernen am Beispiel des Nahostkonflikts

ch

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