Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Online Suizidprävention: Jungen Menschen das Leben retten

Eine junge Frau sitzt verzweifelt an einer Mauer
Bild: © Renee Jansoa - Fotolia.com

Die Online Suizidprävention der Caritas startet am 10. September 2018 bundesweit unter dem Titel #dubistmirwichtig eine Kampagne mit neuem Online-Spiel und Pop-Song. Suizid ist bei jungen Menschen bis 25 Jahre die zweithäufigste Todesursache. Die Caritas geht deshalb mit ihrer Online-Beratung [U25] jetzt neue Wege.

Suizid ist bei jungen Menschen bis 25 Jahre die zweithäufigste Todesursache. So sterben mehr junge Menschen durch Selbsttötung als durch Autounfälle, Mord, Aids und Drogen. Die Mehrzahl derjenigen Jugendlichen, die sich selbst töten, sind junge Männer. Nicht, weil sie verzweifelter sind, sondern weil sie nicht so lange nach einem Ausweg suchen wie junge Frauen. [U25] soll diesen Ausweg bieten.

Suizid bei jungen Menschen die zweithäufigste Todesursache

Deswegen geht die Caritas jetzt neue Wege mit ihrer Online-Beratung [U25] Online-Suizidprävention. Die Idee: Mit Popsänger Jonas Monar vom Musiklabel Universal und einem Musik-Video auf dieses Problem und vor allem auf die Hilfsmöglichkeiten aufmerksam zu machen. Dabei unterstützen die heute startende Kampagne und das neue Handy-Spiel „OneLifeOnly“. Insbesondere junge Männer will [U25] damit erreichen.

„Suizide junger Menschen könnten häufiger als bislang abgewendet werden. Dafür müssen wir das Thema Selbsttötung in die öffentliche Debatte bringen und zum Darüber-reden ermuntern. Denn gerade bei jungen Menschen ist der Gedanke, sich etwas anzutun, oft eher Ausdruck einer aktuellen Krise, die aber überstanden werden kann. Gefährdete sind meist erleichtert, wenn sie darüber sprechen können“, erklärt Caritas-Präsident Peter Neher.

Neue Wege in der Onlineberatung

Bei [U25] beraten Gleichaltrige die hilfesuchenden Jugendlichen ehrenamtlich, via E-Mail, kostenlos und anonym. „Bei Zukunftsängsten, Mobbing oder Stress in der Familie können sich die Helferinnen und Helfer, weil sie gleichaltrig sind, besser auf die Probleme einstellen, unmittelbarer reagieren und sind näher dran an den Hilfesuchenden“, unterstreicht Neher.

Aktuell kümmern sich rund 200 Beraterinnen und Berater an zehn Standorten in Deutschland um die Anfragen. 1.205 Menschen suchten im Jahr 2017 Rat. Insgesamt  gab es im vergangenen Jahr 7.726 Mailkontakte. „Vielen jungen Menschen konnten wir helfen. Mit unserer Aufklärungskampagne #dubistmirwichtig wollen wir dafür sorgen, dass es noch mehr werden“, so Neher.

Weitere Informationen stehen auf den Webseiten www.u25.de und www.dubistmirwichtig.de zur Verfügung.

Quelle: Deutsche Caritasverband e.V. vom 10.09.2018 

Info-Pool