Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Ohne Drogen keine Party? Neue Erkenntnisse zum Konsum von Ecstasy, Speed und Crystal Meth

Viele verschiedene Pillen und Tabletten

Auf ihrer Fachtagung am 26. 3. 2014 in Hannover stellt die Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) die Wirkung und Verbreitung synthetischer Drogen in den Mittelpunkt und thematisiert Präventionsmöglichkeiten.

Die kleinen bunten Pillen steigern den Bewegungsdrang, geben Energie, erhöhen das Selbstbewusstsein und sind auf Partys leicht zu haben. Doch die Hochstimmung für eine Nacht ist teuer erkauft, denn Aufputschmittel wie Speed, MDMA oder andere synthetische Drogen können gravierende Schäden verursachen. Hohe Dosierungen und häufige Einnahmen sind lebensbedrohlich. Gleichzeitig sind jugendliche Partygänger für die Suchtprävention nur schwer erreichbar.

Traudel Schlieckau, Referentin für Suchtprävention bei der LJS, möchte im Rahmen der Tagung auch erörtern, wie die Jugendlichen besser erreicht werden können: "Beim Nachtleben gehört es für viele Jugendliche dazu, sich auf Risiken einzulassen. Drogenexperimente zählen häufig dazu. Für diese Partygänger sind viele klassische Angebote zur Prävention nicht geeignet", konstatiert sie. Neue Aufgaben für die Suchtprävention sieht sie u.a. in der Vermittlung von "Safer-use-Regeln" beimDrogenkonsum.

Zur Eröffnung der Fachtagung stellt Martin Hinz vom LKA Niedersachsen neue Erkenntnisse zur Verbreitung von Speed, Crystal Meth und anderen synthetischenDrogen in Niedersachsen vor und zeigt die rechtlichen Konsequenzen des Konsums auf. Wie die Konsumtrends im Partysetting in verschiedenen Subkulturen aussehen, schildert im Anschluss Sascha Milin vom Zentrum für Suchtforschung der Universität Hamburg.

Mit einem Bericht und Musik aus der Partyszene veranschaulicht der DJ und Veranstalter Hendrik Schwedt das Nachtleben Jugendlicher und informiert über ein Präventionsprojekt mit Partygängern.   In zwei Vorträgen am Nachmittag geht es ebenfalls um Präventionsmöglichkeiten auf Partys und den Selbstschutz vor K.O.-Tropfen.

Quelle: Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen (LJS) vom 18.03.2014

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