Sexting

Nackt im Netz? Neuer Ratgeber aus Luxemburg

In einem Café schlürft eine junge Frau am Strohhalm ihre Kaffeegetränks. Sie schaut auf das Telefon in ihrer Hand.
Bild: Kirill Averianov – pixabay.com

Ein neuer Ratgeber für Jugendliche und deren Ansprechpersonen bietet Information über Risiken und die Rechtslage in Luxemburg. Betroffene finden praktische Tipps zum Umgang mit problematischen Situationen, die im Zusammenhang mit Sexting vorkommen können.

Sexting ist mittlerweile nicht nur für viele Erwachsene, sondern auch für Jugendliche ein Teil des Alltags geworden. Unter „Sexting“ versteht man das Verschicken und den Austausch intimer Nachrichten bzw. selbstproduzierter Fotos und Videos. Diese werden meist über Messengerdienste oder soziale Netzwerke verschickt. Ob als Liebes- oder Vertrauensbeweis, zur gegenseitigen Erregung, als Mutprobe oder Flirt, es gibt vielerlei Gründe für das „Sexting“.

Dennoch fehlt es in vielen Fällen an konkretem Wissen um die rechtliche Lage, an Bewusstsein für Risiken von Sexting und über mögliche Anlaufstellen zur Beratung und Hilfe, beispielsweise wenn Nacktbilder ungewollt in Umlauf geraten.

Wie Betroffene sofort handeln können, um mit einer solchen Situation und deren Auswirkungen gut umgehen zu können, erklärt nun ein Ratgeber, der in Luxemburg erschienen ist. Der Ratgeber ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen der Police Lëtzebuerg, der Initiative BEE SECURE, dem Kanner-Jugendtelefon, dem Service de Coordination de la Recherche et de l’Innovation pédagogiques et technologiques und der Staatsanwaltschaft.

An wen richtet sich der Ratgeber?

Der Ratgeber richtet sich an Jugendliche, ist aber auch gleichermaßen für alle Personen interessant und nützlich, die privat oder aus beruflichen Gründen mit problematischen Situationen in Zusammenhang mit Sexting zu tun haben bzw. solchen präventiv begegnen wollen. (Potentielle) Täter/-innen werden zudem darauf aufmerksam gemacht, dass verletzendes Verhalten im Internet keinen Platz hat und nicht nur moralisch zu verurteilen ist, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Um solchen Situationen vorzubeugen, ist es am sichersten, auf den digitalen Austausch intimer Inhalte zu verzichten.

Betroffene von problematischen Situationen infolge von Sexting werden ermutigt selbst aktiv zu werden, z.B. kostenlos und anonym bei telefonischen Anlaufstellen. Diese sind ein guter Startpunkt auf der Suche nach der passenden Hilfe.

Der Ratgeber steht auf der Webseite BEE SECURE zum Download zur Verfügung.

Hintergrund

BEE SECURE ist eine Initiative der Regierung des Großherzogtums Luxemburg, die vom Service National de la Jeunesse (SNJ) und dem Kanner-Jugendtelefon (KJT) durchgeführt wird, in Zusammenarbeit mit SECURITYMADEIN.LU, der Polizei Lëtzebuerg sowie der Generalstaatsanwaltschaft des Großherzogtums Luxemburg.

Quelle: Bee Secure c/o Service National de la Jeunesse (SNJ)

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