Studie Cyberlife III

Mobbing im Internet nimmt zu

Mädchen wird im Internet gemobbt
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Immer mehr Kinder und Jugendliche sind von Mobbing betroffen. Das zeigt die aktuelle Studie „Cyberlife III - Cybermobbing bei Schülerinnen und Schülern“, die das Bündnis gegen Cybermobbing am 2. November 2020 gemeinsam mit der Techniker Krankenkasse vorgestellt hat. Demnach wurde jeder dritte der befragten Schülerinnen und Schüler bereits Opfer einer Mobbing-Attacke.

Corona verstärkt Cybermobbing

Die Studie zeigt, dass im Internet immer häufiger gehetzt wird. Mehr als jeder sechste Befragte gab dies an. Susanne Hertzer, TK-Chefin in Berlin und Brandenburg: „Die Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen verlagert sich immer weiter ins Netz. Mobbing über WhatsApp, Facebook oder andere Medien ist jederzeit verfügbar und anonymer.“ Diese Situation hat sich durch Covid-19 verschärft. In den vergangenen Monaten wurden noch mehr soziale Kontakte ins Internet gedrängt, schulseitige Interventionsmöglichkeiten aber waren weniger gegeben als sonst.

Mobbingprävention in Schulen wichtiger denn je

Um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen, haben die Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg und die TK die Online-Plattform „Gemeinsam Klasse sein“ ins Leben gerufen. Hertzer: „Obwohl wir dieses Präventionsprogramm erst seit dem vergangenen Schuljahr anbieten, nehmen bereits 100 Schulen in unserer Region teil. Das zeigt uns, wie präsent das Thema in den Schulen ist.“ Auf der Plattform finden sich digitale Unterrichtsmaterialien zum Thema Mobbing und Cybermobbing. Diese richten sich an die Jahrgangsstufen fünf bis sieben.

Jugendliche helfen Jugendlichen

Hilfe bei Online-Problemen wie Cybermobbing, Stress in sozialen Medien, Online-Abzocke und Datenklau bietet auch der Verein JUUUPORT e.V.. Das Besondere: Die JUUUPORT-Scouts sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 14 bis 22 Jahren. Saskia Eilers, Redakteurin und Pressereferentin bei JUUUPORT: „Wenn junge Menschen von Cybermobbing betroffen sind, fällt es ihnen oft schwer, sich an erwachsene Vertrauenspersonen zu wenden. Die Beratung der JUUUPORT-Scouts ist vertraulich und erfolgt auf Augenhöhe, denn Gleichaltrige können die eigenen Online-Probleme meist sehr gut nachvollziehen.“ Die TK ist einer der Kooperationspartner des Vereins.

Download der Studie

Die Studienergebnisse zum Download sowie weitere Informationen gibt es auf der Internetseite des Bündnisses gegen Cybermobbing.

Quelle: Techniker Krankenkasse vom 02.10.2020

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