Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Mit Hass und Hetze im Internet umgehen: Online-Projekt „Helden statt Trolle“ gestartet

Auf orangefarbenem Grund des Info-Flyers steht geschrieben "Bildungsthema Hate Speech. Intoleranz. Abwertung. Gewalt.
Bild: © Projekt "Helden statt Trolle" Ausschnitt aus dem Info-Flyer für Pädagog(inn)en

Die Berufliche Schule Technik in Rostock ist am 7. Mai als „1. Hassfreie Schule“ ausgezeichnet worden. Anlässlich der Auszeichnung haben das Landeskriminalamt und die Landeszentrale für politische Bildung das Projekt „Helden statt Trolle“ gestartet. Es will jungen Menschen im Alter von 14 bis 29 Jahren vermitteln, wie sie mit Hass und Hetze im Internet umgehen können und dazu anregen, eine sachliche Diskussionskultur in den sozialen Netzwerken wiederzubeleben.

Die Landeszentrale für politische Bildung hat das Online-Projekt „Helden statt Trolle“ mit Mitteln in Höhe von 15.900 Euro aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt. Bildungsministerin Birgit Hesse hat an der Veranstaltung in Rostock teilgenommen.

„Es ist heute so einfach geworden, dem eigenen Ärger Luft zu machen und sich auf Kosten anderer besser zu fühlen“, kritisierte Bildungsministerin Birgit Hesse. „Es ist so einfach geworden, Meinung zu machen. In den sozialen Netzwerken muss man niemandem ins Gesicht schauen, den man beleidigt. Man ist nicht an irgendwelche Büro- oder Öffnungszeiten gebunden, um sich unflätig zu beschweren. Man muss sich nicht die Mühe machen, Briefe zu verfassen oder Telefonnummern zu wählen“, sagte Hesse. Viele Menschen stünden hilflos vor diesen Auswüchsen digitaler Kommunikation und vermeintlicher Information.

Hass und Hetze etwas entgegensetzen

„Viele Menschen wissen nicht, ob und wie sie auf solche Kommentare reagieren können oder sollen. Manche sind erleichtert, weil Hetze und Hass bislang nur andere getroffen haben, andere sind empört. Diejenigen, die betroffen sind, sind oft auch tief getroffen – und das ganz analog“, sagte die Ministerin. „Das Projekt ‚Helden statt Trolle‛ richtet sich an junge Menschen, an Pädagogen, Schulsozialarbeiter und Ehrenamtliche. Es gibt Tipps und Methoden, mit welchen Formulierungen man auf Hasskommentare und Beleidigungen auf Social Media-Plattformen antworten und Flagge zeigen kann. Wichtig ist, dass viele mitmachen. Wir wollen Hass und Hetze im Internet etwas entgegensetzen“, betonte Hesse.

Material für Fachkräfte und Ehrenamtliche

Auf den Seiten des Projekts steht unter Materialien unter anderem ein Flyer zur Verfügung, der sich an Pädagog(inn)en, Sozialarbeiter(inn)en und Ehrenamtliche richtet.

Weitere Informationen: www.helden-statt-trolle.de

Quelle: Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern vom 07.05.2018

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