Kinder- und Jugendschutz

Kinderschutz in Thüringen: Experten tagen am 21. September in Jena

Drei Stecknadeln in einem Terminkalender
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Rund 200 Mediziner, Mitarbeiter der Jugendämter und Jugendhilfeeinrichtungen sowie Vertreter von Justiz und Polizei kommen am 21. September in Jena zur vierten "Thüringer Kinderschutzkonferenz" zusammen. Organisiert wird die Konferenz von der Thüringer Ambulanz für Kinder-Schutz (TAKS) am Universitätsklinikum (UKJ).

Die Ambulanz an der Uniklinik besteht mittlerweile seit zehn Jahren, 2013 wurde sie neu ausgerichtet, um die Kommunikation zwischen „Amt und Arzt“ weiter zu verbessern. „Kinderschutz erfordert erfolgreiche und langfristige Kooperationen zwischen den einzelnen Organisationen, Institutionen und Disziplinen. Das beinhaltet neben der Zusammenarbeit innerhalb des Gesundheitswesens auch die Kooperation weit über die Professionsgrenzen hinaus, beispielsweise mit der Kinder- und Jugendhilfe, den familiennah tätigen Sozialleistungsträgern, der Staatsanwaltschaft und der Polizei.

Diese Vernetzung wollen wir auch in diesem Jahr weiter vorantreiben. Kinderschutz braucht Strukturen, die auch langfristig funktionieren“, betont Prof. Dr. Felicitas Eckoldt, Direktorin der Klinik für Kinderchirurgie am Universitätsklinikum Jena, dort ist die Thüringer Ambulanz für Kinder-Schutz angesiedelt.

Rund 500 Kinder wurden in den letzten vier Jahren in der Ambulanz am Universitätsklinikum Jena untersucht. Dabei geht es stets um die Frage, ob ein begründeter Verdacht auf Kindesmisshandlung vorliegt oder nicht. Prof. Eckoldt: „Durch unsere Arbeit können wir auch Verdachtsfälle nach sorgfältiger Prüfung ausräumen. Das ist ebenfalls ein wichtiger Beitrag, um alle Beteiligten in extrem schwierigen Situationen zu unterstützen.“ Wichtig sei eine genaue Prüfung des Einzelfalls und der schnelle Austausch der Ergebnisse mit den übrigen Akteuren.

Die Konferenz findet in Zusammenarbeit mit der Landesärztekammer Thüringen statt. Weitere Informationen unter: www.kinderchirurgie.uniklinikum-jena.de (Menüpunkt: Veranstaltungen)

Quelle: Universitätsklinikum Jena/ Thüringer Ambulanz für Kinderschutz vom 26.08.2016.

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