Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Gutes Aufwachsen mit Medien ermöglichen – 20 Jahre jugendschutz.net

Jungs auf Sofa mit Tablets und Smartphones
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Das gemeinsame Kompetenzzentrum für Bund und Länder für den Jugendschutz im Internet ging vor 20 Jahren an den Start. Anlässlich des Jubiläums gibt eine Festschrift Anregungen zur Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzes.

Bei der Veranstaltung am 27.11.2017 in Mainz hob Ministerpräsidentin Malu Dreyer die besondere Bedeutung von jugendschutz.net hervor: „Seit 20 Jahren sorgt jugendschutz.net dafür, dass unsere Kinder und Jugendlichen sicherer im Netz unterwegs sein können. Zu Recht wird jugendschutz.net für seine Verdienste europaweit anerkannt und geschätzt.“

Pionierarbeit für den Jugendmedienschutz

In ihrer Begrüßungsrede machte die Ministerpräsidentin weiter deutlich, dass der Jugendmedienschutz in der digitalen Welt weiterentwickelt werden müsse. Dies könne nur gemeinsam mit allen relevanten Akteuren in Deutschland und Europa gelingen. „Die Plattformen müssen jugendgefährdende und strafrechtlich relevante Inhalte löschen“, forderte die die Ministerpräsidentin außerdem.

jugendschutz.net habe beim Jugendschutz im Internet echte Pionierarbeit geleistet, betonte die rheinland-pfälzische Jugendministerin Anne Spiegel. Diese Erfahrungen und Kompetenzen seien heute angesichts der schnellen und massenhaften Verbreitung von jugendgefährdenden Inhalten wie etwa Gewaltdarstellungen wichtiger denn je: „Unser Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche medienkompetent das Netz nutzen und vor jugendgefährdenden und verstörenden Inhalten, wie sie zum Beispiel der IS verbreitet, geschützt werden. Hier arbeiten die Politik und jugendschutz.net Hand in Hand“, sagte die Ministerin. 

Digitale Medien nicht mehr weg zu denken 

Bundesjugendministerin Dr. Katharina Barley betonte, dass digitale Medien aus dem Leben von Kindern und Jugendlichen nicht mehr weg zu denken seien. „Umso wichtiger ist ein guter und zeitgemäßer Schutz im Internet. In den letzten 20 Jahren haben wir gemeinsam mit jugendschutz.net schon viel erreicht. Jetzt freuen wir uns auf die weitere gute Zusammenarbeit,“ sagte sie und bedankte sich für die wichtige Arbeit. 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert bei jugendschutz.net ein jugendpolitisches Monitoring zum Kinder- und Jugendmedienschutz. Mit den Ergebnissen soll unter dem Dach der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) ein Dialogprozess mit den verschiedenen relevanten Akteuren gestartet werden. 

Gutes Aufwachsen mit Medien ermöglichen 

Anlässlich seines 20-jährigen Jubiläums hat jugendschutz.net eine Festschrift mit Beiträgen zur Weiterentwicklung des Jugendmedienschutzes erstellt. Die Veröffentlichung gibt einen Rückblick auf die Entwicklungen der Informations- und Kommunikationsmedien und dokumentiert die begleitenden fachlichen Debatten und politischen Maßnahmen. In mehreren Fachbeiträgen werden Vorschläge für eine zeitgemäße Weiterentwicklung des Kinder- und Jugendmedienschutzes gemacht. 

Die Festschrift „Gutes Aufwachsen mit Medien ermöglichen – 20 Jahre jugendschutz.net“ (PDF 397 KB) steht auf den Webseiten von jugendschutz.net zum Download zur Verfügung. 

Quellen: Ministerium für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sowie jugendschutz.net

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