Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Ganzheitliche Sexualaufklärung: BZgA erneut zum WHO-Kollaborationszentrum ernannt

Bunte Kondome in einer Reihe
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Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) nach einem intensiven Prüfprozess erneut zum WHO-Kollaborationszentrum für sexuelle und reproduktive Gesundheit (WHO-CC) berufen. Seit 2003 ist die BZgA bereits WHO-CC und wird sich weitere vier Jahre dafür engagieren, dass junge Menschen in Europa Zugang zu einer ganzheitlichen Sexualaufklärung erhalten.

Im Feld der Sexualaufklärung und Familienplanung verfügt die BZgA über langjährige Erfahrung – sowohl auf nationaler wie auch auf internationaler Ebene. Die Daten der BZgA-Studie zum Stand der Sexualaufklärung in Europa und Zentralasien zeigen, dass Sexualaufklärung bereits in 21 der 25 untersuchten Länder als Thema in den schulischen Lehrplänen verankert ist und in 21 Ländern hierfür eine rechtliche Grundlage existiert.

Sexualaufklärung für vulnerable Gruppen und Qualifizierung von Fachkräften

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärte: „Zu dieser positiven Entwicklung hat die BZgA wesentlich beigetragen. Wir freuen uns, dass wir die erfolgreiche Kooperation mit der WHO fortsetzen können und werden in der kommenden Projektzeit unsere Expertise vor allem in der Sexualaufklärung für vulnerable Gruppen und der Qualifizierung von Fachkräften einbringen.“

Die Arbeit als WHO-Kollaborationszentrum

Als WHO-CC arbeitet die BZgA abteilungs- und ressortübergreifend zusammen und entwickelt Standards, Empfehlungen und Informationsmaterialien für politische Entscheidungsbefugte sowie für Fachkräfte im Themenfeld Sexualaufklärung, Familienplanung und sexuell übertragbare Infektionen. Zudem leitet sie internationale Forschungsprojekte und organisiert internationale Konferenzen und Workshops zum wissenschaftlichen und fachlichen Austausch. Begleitet wird sie dabei von einem Fachgremium aus nationalen und internationalen Institutionen wie der Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur (UNESCO), der International Planned Parenthood Federation (IPPF) und dem Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA).

Weitere Informationen zur Arbeit als WHO-CC finden Interessierte auf der Webseite der BZgA. Dort findet sich auch der Studienbericht zur Sexualaufklärung in Europa und Zentralasien mit dem Titel „Sexuality Education in Europe and Central Asia“.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 20.08.2019

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