Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Games auf dem Wunschzettel: Tipps für altersgerechtes Spielen zum Fest

Ein Jugendlicher mit Kopfhörern spielt ein Compterspiel und schaut aus sehr kurzer Distanz auf den Bildschirm
Bild: © Belinda Pretorius - fotolia.com

Digitale Spiele stehen bei vielen Kindern und Jugendlichen ganz oben auf der Wunschliste für das Weihnachtsfest. Einige Genres und Titel sind jedoch ausschließlich für ältere Jugendliche oder Erwachsene geeignet. Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) rät Eltern und Schenkenden, auf Alterskennzeichnungen und Jugendschutzeinstellungen zu achten.

Laut der JIM-Studie 2018 spielen 73 Prozent der Jugendlichen zumindest regelmäßig. Die Vielfalt an Spielen ist dabei groß: Von spaßigen Kreativbaukästen über spannende Fantasy-Mythen bis hin zu Kriegsszenarien richten sich Games an ganz unterschiedliche Altersgruppen.

Damit das Spielen für die ganze Familie Spaß bleibt, rät die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) Familien und Schenkenden dazu, auf Alterskennzeichen sowie Jugendschutzeinstellungen zu achten. Mit folgenden Tipps zur Spieleauswahl sind Erziehungsberechtigte auf der sicheren Seite.

Schnelle Orientierung mit USK-Kennzeichen

Damit digitale Spiele ungetrübte Freude zum Fest bereiten, sollte Jugendschutz beim Kauf stets mitgedacht werden. Die farbigen USK-Kennzeichen in den fünf Altersstufen geben hier die schnellste Orientierung. Ein Kennzeichen informiert darüber, ob das Spielen ab der genannten Altersgruppe (ab 0, 6, 12, 16 und 18 Jahren) inhaltlich unbedenklich ist. USK-Kennzeichen finden sich übrigens längst nicht mehr nur auf Spieleverpackungen im Laden: Auch online sind sie auf großen Spiele-Plattformen vertreten, so beispielsweise im Google Play Store für Android-Geräte, auf der Nintendo Switch, den Online-Stores für Windows, Xbox, Huawei oder der Spieleplattform Origin. Das ist wichtig, denn: Immer mehr Kinder und Jugendliche laden sich ihre Spiele direkt online, sprich als Download auf ihr Spielesystem oder Smartphone herunter. Bei Online-Spielen und Apps sollten Eltern außerdem auf Zusatzinformationen wie die Möglichkeit von In-App-Käufen oder der Nutzerinteraktion in Form von Chats bei der Spieleauswahl achten.
Sichere Spielräume durch Jugendschutz-Einstellungen

Um Kindern und Jugendlichen auch im Online-Bereich einen altersgerechten Zugang zu Spielen zu ermöglichen, bieten fast alle Plattformen hilfreiche Jugendschutz-Einstellungen an. Hier können Eltern direkt in den Einstellungen des Spiele-Systems oder Smartgeräts festlegen, welche Inhalte heruntergeladen und gespielt werden können. Über die Altersbegrenzung hinaus verfügen viele Plattformen über weitere Schutzfunktionen wie die Begrenzung von Kosten, Spielzeit oder Interaktion mit fremden Spieler/-innen. Gerade beim Kauf von Gutschein-Karten ist es wichtig, dass im Spielsystem diese Einstellungen vor der Spielenutzung eingestellt werden. Nur so ist sichergestellt, dass ein Kind im Store ausschließlich auf altersgerechte Inhalte zugreifen kann. Um ungewollte Käufe zu vermeiden, rät die USK Eltern dazu, Kreditkartendaten nur geschützt zu hinterlegen und mit ihren Kindern Vereinbarungen zu möglichen Käufen für Zusatzgegenstände in Spielen zu treffen.

Gewusst wie? – Unterstützung und mehr Infos

Um Eltern mehr Orientierung zum Thema Jugendschutzeinstellungen zu geben, hat die USK auf ihrer Webseite usk.de/systemcheck einen Überblick für die Anleitungen verschiedener Anbieter zusammengestellt. Das Surfen über den Browser oder einzelne Betriebssysteme lässt sich etwa über jugendschutzprogramm.de absichern, welches inzwischen auch für Smartphones und Tablets zur Verfügung steht. Wer allgemein wissen möchte, welches Spiel welches Kennzeichen hat, kann dies in der USK-Datenbank unter usk.de/datenbank nachlesen. Mehr Tipps zum sicheren Umgang mit Spielen gibt die USK im Elternratgeber usk.de/ratgeber. Für pädagogische Einschätzungen und Empfehlungen bietet der Spieleratgeber NRW ausführliche Informationen auch zu aktuellen Titeln an: spieleratgeber-nrw.de.

Über die USK

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) ist eine freiwillige Einrichtung der Computerspielewirtschaft. Sie ist zuständig für die Prüfung von Computerspielen in Deutschland. Die USK ist sowohl unter dem Jugendschutzgesetz als auch für den Online-Bereich unter dem Jugendmedienschutz-Staatsvertrag als zuständige Selbstkontrolle staatlich anerkannt. Für den Online-Bereich vergibt die USK Alterskennzeichen innerhalb des internationalen IARC-Systems für Online-Spiele und Apps.

Quelle: Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle GmbH