Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

FSM veröffentlicht Jahresbericht 2014: Ideen für den Kinderschutz im Internet

3 Mädchen sitzen mit ihren Handys auf der Mauer
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Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V. (FSM) beschreibt in ihrem heute (17.07.2015) veröffentlichten Bericht ihre Maßnahmen zur Bekämpfung von Kindesmissbrauchsdarstellungen. Juristische, technische und pädagogische Beratungsangebote sollen ausgebaut werden.

Die FSM setzt sich für strukturelle und inhaltliche Änderungen im Jugendmedienschutz ein. Im Zuge der Novelle des JMStV fordert die FSM u.a. die Berücksichtigung der Medienkonvergenz. Widersprüchlichkeiten zwischen Online- und Offlineregulierung im Jugendschutz müssen aufgelöst werden. Außerdem solle der internationale Anschluss deutscher Jugendschutzlösungen gewährleistet sein. Dazu führt die FSM u.a. das MIRACLE-Projekt fort, das Klassifizierungssysteme in unterschiedlichen Ländern miteinander vereinbart.

Bekämpfung von illegalen Onlineinhalten

Die Bekämpfung von illegalen Onlineinhalten (z.B. Kindesmissbrauchsdarstellungen) oder jugendgefährdenden Inhalten (z.B. Aufrufe zur Selbstgefährdung) ist eine der Hauptaufgaben der FSM. Dazu betreibt sie u.a. eine kostenlose Beschwerdestelle für Onlineinhalte. 2014 hat die FSM gemeinsam mit jugendschutz.net, dem I-KiZ und Google Deutschland unter der Schirmherrschaft des Bundesfamilienministeriums ein Netzwerk gegen Grauzonen im Internet zur Bekämpfung von Darstellungen des sexuellen Kindesmissbrauchs gegründet.

Kinder und Jugendliche befähigen

Die FSM fördert Medienbildungsmaßnahmen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, weil sie aus Sicht des Vereins zu einem effektiven Jugendschutz gehören. Im Bericht ihrer Aktivitäten 2014 zieht die FSM eine positive Bilanz hinsichtlich der mit Google Deutschland und der FSF erstellten Unterrichtsmaterialien über die kompetente Mediennutzung Jugendlicher: Mittlerweile seien die Materialien über 51.000 Mal abgerufen worden. Mit einem YouTube-Wettbewerb "361 Grad Respekt gegen Cybermobbing und Ausgrenzung" unter der Schirmherrschaft der Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig und mit Hilfe bekannter YouTuber wie LeFloid und Daaruum seien Millionen Menschen erreicht worden.

Der Jahresbericht 2014 kann unter http://www.fsm.de/ueber-uns/veroeffentlichungen/FSM_JB2014.pdf (PDF 2,8 MB) heruntergeladen werden.

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