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Frühe Suchtprävention: 25 Jahre „Kinder stark machen“

Zwei Jungen unterschiedlicher Herkunft stehen dicht nebeneinander und mit einem Fussball im Park und strecken die Faust in die Luft und rufen etwas.
Bild: © Robert Kneschke - fotolia.com

„Kinder stark machen“, die Mitmach-Initiative der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur frühen Suchtprävention im Kindesalter, feiert im Jahr 2019 ihr 25-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass fand am 24. Oktober 2019 in Berlin eine Jubiläumsveranstaltung statt. Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass insbesondere der praxisbezogene Ansatz der Lebenskompetenzförderung von „Kinder stark machen“ wirksam ist.

Die Jubiläumsveranstaltung zum 25-jährigen Bestehens von „Kinder stark machen“ am 24. Oktober 2019 stand unter der Schirmherrschaft von Sabine Weiss, der Parlamentarischen Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit. Die BZgA würdigt gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, im Rahmen der Veranstaltung das Engagement der Kooperationspartner von „Kinder stark machen“ für die Suchtprävention.

Wirksame Suchtprävention muss im Kindesalter anfangen

Sabine Weiss, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Gesundheit: „Wir wollen, dass junge Menschen bewusst ‚Nein‘ zu Drogen sagen. Eine wirksame Suchtprävention muss daher bereits bei den Kindern ansetzen – nicht mit erhobenem Zeigefinger, sondern mit Spaß und Anerkennung. Wir wollen, dass sie zu starken Persönlichkeiten heranwachsen und Freude an Sport und Bewegung haben. Seit 25 Jahren arbeiten die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und die Breitensportverbände gemeinsam daran, Kinder stark zu machen. Dafür danke ich.“

Praxisausrichtung als Erfolgsfaktor

Auf spielerische Art und Weise vermittelt „Kinder stark machen“ Lebenskompetenzen. Am Programm teilnehmende Kinder werden unterstützt, Selbstvertrauen zu entwickeln, Frustrationstoleranz und Durchsetzungsvermögen zu erlernen, soziale Beziehungen aufzubauen und zu pflegen. Die Initiative schult bundesweit Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, erreicht Eltern und Familien über die Beteiligung an großen Sportfesten und unterstützt Veranstaltungen auf kommunaler Ebene mit kostenlosen Materialien.

Daniela Ludwig, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, erläutert: „Die Initiative ‚Kinder stark machen‘ hat ein äußerst wichtiges Ziel: Kindern das Rüstzeug mitzugeben, damit sie sich im späteren Leben gut behaupten können und nicht zu Suchtmitteln greifen. Erfolgsgarant des Programms ist die starke Praxisausrichtung. In Kooperation mit den Breitensportverbänden haben mehr als 25.000 Übungsleiterinnen und Übungsleiter an den ‚Kinder stark machen‘-Schulungen teilgenommen, um Kinder fit zu machen für ein suchtfreies Leben. Herzlichen Glückwunsch für diesen tollen Erfolg!“

Der Deutsche Fußball-Bund und der Deutsche Turner-Bund sind Partner der ersten Stunde, später kamen der Deutsche Olympische Sportbund, der DJK Sportverband und der Deutsche Handballbund dazu.

Auch gegen Gruppendruck ‚Nein‘ sagen

Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, sagt: „‘Kinder stark machen‘ ist seit vielen Jahren eines der Flaggschiffe der BZgA. Den engagierten Sportverbänden und Sportvereinen, die dies zusammen mit uns ermöglicht haben, sage ich herzlichen Dank. Kinder gewinnen durch Erfolgserlebnisse Selbstvertrauen, aber sie wachsen auch durch die Bewältigung von Niederlagen – ob im Elternhaus, in Schulen oder Vereinen. Kinder, denen wir Vertrauen und Anerkennung schenken, reifen zu selbstbewussten Persönlichkeiten, die auch gegen Gruppendruck ‚Nein‘ sagen können, zu Tabak, Alkohol und anderen Suchtmitteln.“

Weiterführende Informationen

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass insbesondere der praxisbezogene Ansatz der Lebenskompetenzförderung von „Kinder stark machen“ wirksam ist. Die bundesweiten BZgA-Repräsentativbefragungen belegen, dass der Tabak- und Alkoholkonsum Jugendlicher seit vielen Jahren deutlich zurückgeht.

Die BZgA-Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ wird von prominenten Botschafterinnen und Botschaftern unterstützt – dem ehemaligen Weltklassehürdenläufer Dr. Harald Schmid, der Fußball-Weltmeisterin Nia Künzer, Handball-Weltmeister Dominik Klein sowie der TV-Moderatorin Singa Gätgens.

Weitere Informationen zur Mitmach-Initiative „Kinder stark machen“ finden sich auf der Webseite www.kinderstarkmachen.de.

Quelle: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 24.10.2019

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