Kinder- und Jugendschutz / Förderung der Erziehung in der Familie

Dokumentation zur Suchtprävention in Sachsen erschienen

Das Gesundheitsministerium des Landes Sachsen hat den Dot.sys-Bericht 2009 zur Suchtprävention veröffentlicht. Dot.sys ist ein Dokumentationssystem, das bundesweit den Fachkräften der Suchtprävention für die Erfassung von Kampagnen, Maßnahmen und Projekten zur Verfügung steht. Es ist ein Instrument der Qualitätssicherung und soll dazu beitragen, die Transparenz der Angebote der Suchtprävention zu erhöhen.

Cover des Berichtes


Grundlage des Berichtes zur Suchtprävention in Sachsen 2009 sind die Aktivitäten der Fachstellen für Suchtprävention in den Direktionsbezirken Chemnitz, Dresden und Leipzig sowie die suchtpräventiven Aktivitäten der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V., die vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz gefördert werden.

„Die Ergebnisse zeigen die besondere Bedeutung von Kindern und Jugendlichen als Zielgruppen der Suchtprävention“, betonte Sachsens Gesundheitsministerin Christine Clauß. Es zeigt sich außerdem eine Zunahme der Angebote, welche die Prävention des missbräuchlichen und exzessiven Alkoholkonsums zum Ziel haben.

Damit haben die Fachkräfte auf einen aktuellen Bedarf reagiert, denn die Intensität des Alkoholkonsums hat bei einem Teil der Jugendlichen in den vergangenen Jahren zugenommen. Ebenso war die Zahl der Krankenhausbehandlungen auf Grund einer Alkoholintoxikation in den vergangenen Jahren sowohl in Deutschland insgesamt, als auch in Sachsen angestiegen. Staatsministerin Clauß ist erfreut, dass dieser Trend gegenläufig ist, wie die Daten des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen für das Jahr 2009 jetzt zeigen. Staatsministerin Clauß dazu: „ Wir wissen, dass die Krankenhausbehandlungen allein kein zuverlässiger Indikator sind. Nicht alle Jugendlichen werden nach exzessivem Alkoholkonsum in ein Krankenhaus eingeliefert. Trotzdem bin ich sehr froh, dass im Vergleich zu den Vorjahren weniger Kinder und Jugendliche behandelt werden mussten.“

Im vergangen Jahr betrug die Zahl der Krankenhausbehandlungen laut Statistischem Landesamt bei den 15- bis 20-Jährigen 680. 2007 und 2008 waren jeweils über 800 Fälle zu verzeichnen. Auch bei der Gruppe der 10- bis 15-Jährigen gingen die Fälle zurück, von 148 (2008) auf 115 (2009).

Staatsministerin Clauß weiter:„Diese Zahl ist - insbesondere bei den 10- bis 15-Jährigen - weiterhin zu hoch. Diese Kinder und Jugendlichen dürfen nach den gesetzlichen Jugendschutzbestimmungen noch gar keinen Alkohol erhalten. Unsere gemeinsamen präventiven Bemühungen dürfen nicht nachlassen. Ich bin sehr froh darüber, dass es uns gelungen ist, trotz der angespannten finanziellen Lage, die Fachstellen für Suchtprävention und die Landesvereinigung für Gesundheitsförderung auch weiterhin zu fördern. Somit konnten unsere gut qualifizierten Fachkräfte auch in diesem Jahr ihre wichtige Arbeit fortsetzen, die sich im vorliegenden Dot.sys-Bericht für das Jahr 2009 widerspiegelt. Die Suchtprävention, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen wird für mich auch weiterhin einen hohen Stellenwert haben.“

Der Dot.sys-Bericht für das Land Sachsen steht hier zum Download zur Verfügung.

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz

ik

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