Kinder- und Jugendschutz / Recht

djb zum Tag der Kriminalitätsopfer: Schutz, praktische Hilfen und Solidarität nötig

Mädchen streckt Hand nach vorne
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Insbesondere Mädchen und Frauen sind von häuslicher Gewalt, Sexualdelikten und Stalking betroffen. Der djb fordert deshalb, interventive und präventive Maßnahmen auszubauen und Hilfen für Gewaltopfer stärker in den Blick zu nehmen.

Körperverletzung, Diebstahl, sexuelle Belästigung, Stalking: Etwa eine Million Menschen werden jährlich Opfer einer Straftat. Mit den oft einschneidenden und belastenden Folgen, psychisch wie wirtschaftlich, werden die Opfer von Kriminalität und Gewalt vielfach allein gelassen. Es fehlen Schutz, praktische Hilfen und auch die Solidarität der Gesellschaft.

Insbesondere Mädchen und Frauen sind von häuslicher Gewalt, Sexualdelikten und Stalking betroffen; Anfeindungen und gezielte Diskriminierung im Internet nehmen gerade auch gegenüber Frauen wegen ihrer Geschlechtszugehörigkeit signifikant zu.

"Die historisch gewachsene Missachtung der Menschenrechte von Frauen und Mädchen muss nicht nur in Gesetzen, sondern auch in der - digitalen - Gesellschaft und im Rechtsalltag überwunden werden", bekräftigt Dagmar Freudenberg, Vorsitzende der Kommission Strafrecht des Deutschen Juristinnenbundes e.V. (djb).

Der djb fordert Politik, Justiz und Verwaltung auf, interventive und präventive Maßnahmen auszubauen und Institutionen und Gesellschaft im Umgang mit (weiblichen) Opfern von Kriminalität und Gewalt zu sensibilisieren.

"Es ist nicht akzeptabel, dass in Deutschland nach wie vor Gewalt gegen Mädchen und Frauen und häusliche Gewalt an der Tagesordnung sind. Schutz und Prävention sowie umfassende und adäquate Hilfen für Gewaltopfer müssen stärker in den Blick genommen werden", betont Ramona Pisal, Präsidentin des djb.

Quelle: Deutscher Juristinnenbund vom 22.03.2017

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