Kinder- und Jugendschutz / Gesundheit

Bundesweite Aktionen zum Tag des brandverletzten Kindes

Kampagnenfoto, das ein Mädchen mit iner Brandverletzung und Schmetterlingsflügeln am Rücken zeigt, mit dem Text Wenn ich kein Schmetterling bin, bin ich ein ganz normales Kind
Bild: © Paulinchen e.V. / Foto: Gabriela Acklin

Der diesjährige „Tag des brandverletzten Kindes“ am 7. Dezember 2018 warnt unter dem Motto „Noch ganz klein – schon brandverletzt“ vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen bei Säuglingen, Neugeborenen und Kleinkindern. 76% aller thermisch verletzten Kinder sind jünger als 5 Jahre. Zusammen mit vielen Aktionspartner aus ganz Deutschland macht Paulinchen e.V. auf die hohen Unfallzahlen aufmerksam, um Kinder vor den schwerwiegenden Folgen zu schützen.

„Die meisten dieser Unfälle passieren im häuslichen Bereich und nicht, wie von vielen Eltern vermutet, im Straßenverkehr“, weiß Dr. Kay Großer, Vorstandsvorsitzender des Arbeitskreises „Das schwerbrandverletzte Kind“. „Die Unfallzahlen in der Hochrisikogruppe – Kinder unter 5 Jahren – stagnieren seit Jahren auf hohem Niveau. Deshalb muss Prävention rechtzeitig ansetzen, bestenfalls schon in der Schwangerschaft, spätestens mit der Geburt.“

Eltern, Verwandte und Angehörige auf Unfallgefahren hinweisen

„Zu der Hauptunfallursache bei Kindern unter 5 Jahren zählt die Verbrühung durch beispielsweise eine Tasse mit heißem Tee“, betont Adelheid Gottwald, Vorsitzende von Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. „Die Kinderhaut ist im Vergleich sehr viel dünner. Deshalb reicht bereits eine Tasse mit heißem Tee aus, um 30% der Körperoberfläche eines Kleinkindes zu verbrühen“, weiß Adelheid Gottwald. Präventionsarbeit ist wesentlich, um Eltern, Verwandte und Angehörige auf Unfallgefahren hinzuweisen und zu zeigen, wie man kleine Kinder vor Verbrennungs- und Verbrühungsunfällen schützen kann.

Mehr als 100 Aktionspartner beteiligen sich

Beim neunten „Tag des brandverletzten Kindes“ beteiligen sich mehr als 100 Aktionspartner aus ganz Deutschland. Kliniken, Feuerwehren, Kitas, Arztpraxen und Firmen machen auf die hohen Unfallgefahren aufmerksam, wie z.B. mit einer Rallye durch das Krankenhaus oder einem Info-Stand.

Informationen zu Aktionspartnen und Aktionen in der Umgebung sind online zu finden.

Tipps zum Schutz von Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern

  • heiße Flüssigkeiten nicht am Tischrand abstellen
  • Kabel (Wasserkocher) und Tischdecken nicht herunter hängen lassen
  • heiße Oberflächen wie Kaminöfen oder Herdplatten absichern
  • Badewassertemperatur kontrollieren
  • Wärmflaschen fest verschließen
  • Streichhölzer und Feuerzeuge außer Reichweite von Kindern aufbewahren
  • Speisen aus der Mikrowelle umrühren und probieren
  • Steckdosen sichern
  • Föhn und Heizdecken nicht in Babybettchen legen
  • Vorsicht mit Rotlichtlampen
  • Putzmittel sicher wegschließen

Über Paulinchen e.V.

Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. berät und begleitet Familien mit brandverletzten Kindern in jeder Phase nach dem Unfall. Ein großes Kompetenznetzwerk steht zur Verfügung, sodass keine Frage rund um die thermische Verletzung im Kindesalter offen bleibt. Ziel ist es, für jedes brandverletzte Kind individuell die bestmögliche Versorgung zu erreichen und präventiv auf Unfallursachen hinzuweisen.

Quelle: Paulinchen – Initiative für brandverletzte Kinder e.V. vom 27.11.2018

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