Kinder- und Jugendschutz / Digitalisierung und Medien

Bündnis gegen Cybermobbing präsentiert sich auf Deutschem Präventionstag

Mädchen hält Smartphone in der Hand und liest etwas
Bild: rawpixel.com

Der 24. Deutsche Präventionstag erwartet am 20. und 21. Mai in Berlin über 3.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Eröffnet wird der diesjährige Kongress durch Schirmherrin Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey. Das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. ist eine von insgesamt 180 Institutionen, die Ihre Arbeit in der Convention Hall I des Estrel Hotels Berlin präsentieren. Auch das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe ist mit einem Informationsstand vor Ort vertreten.

Das Bündnis gegen Cybermobbing e.V. wurde im Juli 2011 gegründet. Es setzt sich aus Menschen zusammen, die persönlich von der Thematik betroffen sind, sei es beruflich oder privat, und die gegen Cybermobbing und Gewalt im Netz angehen. Das Bündnis ist ein Netzwerk von engagierten Eltern, Pädagogen, Juristen, Medizinern, Forschern und vielen mehr.

Cybermobbing als eine Form von Gewalt

Cybermobbing ist ein gesellschaftliches Problem, das alle Altersgruppen betrifft, besonders jedoch junge Menschen unter 16 Jahren. In absoluten Zahlen sind das mehr als 1,5 Millionen Kinder und Jugendliche in Deutschland.

„Cybermobbing ist eine Form von Gewalt, die in unserer schnelllebigen und immer anonymer werdenden Zeit in erschreckend hohem Tempo ungeahnte, oft verheerende Folgen hat. Deshalb ist eine erfolgreiche Präventionsarbeit an Schulen, die das soziale Dreieck, bestehend aus Lehrern, Schülern und Eltern einbezieht, so wichtig.“ So Leest, Vorstandsvorsitzender. Darüber fordert Leest von der Zivilgesellschaft nicht mehr länger weg zu schauten, sondern endlich aktiv zum Schutze unserer Kinder zu handeln.

Das Präventionsprogramm „Wir alle gegen Cybermobbing“ ist ein ganzheitliches Konzept, das Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie Eltern miteinbezieht. Es handelt sich um ein bewährtes und erfolgreiches Programm zur nachhaltigen Bekämpfung des Problems Cybermobbing an Schulen. Das Besondere an diesem Präventionsprogramm ist, dass die teilnehmenden Schulen, nach der erfolgreichen Durchführung, kostenlos in akuten Fällen durch qualifizierte Mitarbeiter über die HelpLine des Bündnisses beraten werden. Durch diese umfassende Methode werden Schulen entlastet, Eltern unterstützt sowie Kinder und Jugendliche informiert.

Ausstellung auf dem DPT

Im Ausstellungsbereich berichten rund 180 Ausstellende über Präventionsprojekte und aktuelle Entwicklungen in Deutschland und Europa. Außerdem gibt es Sonderausstellungen, Poster-Präsentationen, Infomobile, verschiedene Bühnenstücke sowie zahlreiche nationale und internationale Begleitveranstaltungen.

Das Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe wird mit einem Informationsstand – Standnr. 1116 in der Convention Hall I – vor Ort sein und während der Veranstaltungstage zu einzelnen Themen berichten.

Besonderes Highlight der diesjährigen Ausstellung ist die Aktionsfläche „Berliner Platz“. Sie umfasst eine Fläche von rund 350 m2. Der Platz ist direkt am Ausstellungseingang gelegen und grenzt an die Infostände der „Straße der politischen Bildung“. Insgesamt informieren 25 Berliner Institutionen die Besucherinnen und Besucher des „Berliner Platzes“ zu aktuellen Präventionsprojekten.

Weitere Informationen

Die Kongressbesucherinnen und -besucher können sich in 120 Fachvorträgen und 44 praxisorientierten Projektspots informieren und zu unterschiedlichen Präventions-Themen austauschen. 

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Deutschen Präventionstag 2019 fachlich durch ein eigenes Forum und finanziell durch Mittel aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Nähere Informationen zum 24. DPT finden sich auf dem Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe und auf der Kongress-Webseite.

Quelle: Deutscher Präventionstag / Bündnis gegen Cybermobbing e.V. vom 07.05.2019

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