Kinder- und Jugendarbeit / Kinder- und Jugendpolitik

Ziele einer Eigenständigen Jugendpolitik wurden auf Zwischenbilanztagung vorgestellt

zwei Mikrofone stehen auf einem Tisch
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Das Bundesfamilienministerium hat zusammen mit dem "Zentrum Eigenständige Jugendpolitik" am 24. und 25. April eine Zwischenbilanztagung zum Thema Eigenständige Jugendpolitik veranstaltet.

Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, und 160 Vertreterinnen und Vertreter aus Schule, Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Zivilgesellschaft, Jugendhilfe, Politik und Verwaltung sowie der jungen Generation diskutierten in Berlin über die Entwicklung einer Eigenständigen Jugendpolitik. Dabei wurden konkrete Grundsätze und Ziele vorgestellt, die in einem mehrmonatigen Dialogprozess erarbeitet wurden.

"Ich freue mich, dass die Grundsätze einer Eigenständigen Jugendpolitik mit einer so breiten Beteiligung der Fachöffentlichkeit und den Ländern abgestimmt werden konnten. Jetzt gilt es, den verabredeten Grundsätzen auch konkrete Taten folgen zu lassen. Für die Bundesregierung denke ich da beispielsweise an die Einführung eines Jugendchecks, mit dem Bundesgesetze künftig vor Verabschiedung auf ihre konkreten Auswirkungen auf die Jugend überprüft werden müssten", sagte Lutz Stroppe anlässlich der Veranstaltung.

Grundsätze der Eigenständigen Jugendpolitik

Folgende Grundsätze sollen nun mit konkreten Handlungsbedarfen verknüpft werden:

Eigenständige Jugendpolitik...

  • als Zukunftspolitik eröffnet gesellschaftliche Perspektiven.
  • betrachtet die Lebensphase Jugend als Ganzes.
  • ist Politik für alle Jugendlichen.
  • rückt die Interessen und Bedürfnisse von Jugendlichen in den Mittelpunkt.
  • fördert nachhaltige Jugendbeteiligung.
  • wirbt für Freiräume.
  • ist eine gemeinsame Aufgabe.
  • treibt jugendpolitische Reformen voran.
  • hat eine europäische Dimension.

Am zweiten Tag der Veranstaltung stand das Vorhaben im Mittelpunkt, Wege zu einer "Allianz für Jugend" zu skizzieren. In dieser Allianz sollen ab 2014 alle relevanten gesellschaftlichen Gruppen und Akteure mitwirken: Die junge Generation selbst, Schule, Jugendhilfe, Zivilgesellschaft, Wirtschaft/Arbeitswelt, Medien, Wissenschaft und Politik. Sie soll ein neues Bild der Jugend und einen breiten Konsens für eine nachhaltige, gesellschaftlich bedeutsame Jugendpolitik repräsentieren.

Zentrum Eigenständige Jugendpolitik

Das "Zentrum Eigenständige Jugendpolitik" wurde 2012 vom Bundesfamilienministerium eingerichtet, um einen gesellschaftlichen Dialog über Jugendpolitik anzustoßen. Im Zentrum sind der Bund, die Länder, die Kommunen, der Deutsche Bundesjugendring, das Deutsche Jugendinstitut und die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe vertreten. Aus dem Dialogprozess sollen abgestimmte Leitlinien, Forderungen und Empfehlungen entstehen. Weitere Informationen unter: www.allianz-fuer-jugend.de

Quelle: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 25.04.2013