Kinder- und Jugendarbeit

Workcampleiter‐Ausbildung: Know-­How vermitteln, Jugendarbeit professionalisieren

Gruppe bildet hockend einen Kreis um einen jungen Mann.
Bild: Rolf van Raden/IBB e.V. In Hattingen haben sich Fachkräfte von 45 Jugendorganisationen aus 17 europäischen Ländern gemeinsam in Theorie und Praxis darauf vorbereitet, internationale Jugendworkcamps zu leiten.

Vom 3. bis 7. Juni 2015 haben Jugendgruppenleiter(innen) von 45 Jugendeinrichtungen aus 17 europäischen Ländern an einer gemeinsamen Weiterbildungsveranstaltung in Hattingen teilgenommen. In diesem Sommer und Herbst werden sie insgesamt 15 internationale Jugendworkcamps in Deutschland, Italien, Ungarn, Dänemark und der Türkei leiten.

Wie können Gruppenprozesse aktiv gestaltet werden? Wie funktioniert interkulturelles Lernen? Welche Leitungs-­ und Führungsstile gibt es? Wie sieht gutes Konfliktmanagement aus? Mit diesen und weiteren Fragen haben sich die angehenden WorkcampleiterInnen fünf Tage lang in der DGB‐Jugendbildungsstätte in Hattingen beschäftigt. In Rollenspielen und mit viel Praxisbezug, aber auch in theoretischen Einheiten haben die Fachkräfte
Methoden kennengelernt, die ihnen den Alltag der internationalen Jugendarbeit erleichtern.

"An jedem unserer Workcamps nehmen Jugendliche aus drei Ländern mit zum Teil sehr unterschiedlichen persönlichen und kulturellen Hintergründen teil", sagt Projektreferentin Katharina Teiting, die für das Internationale Bildungs-­ und Begegnungswerk (IBB e.V.) die Förderprogramme ewoca³ und ewoca³(+) koordiniert. "Zum Teil sprechen sie noch nicht einmal eine gemeinsame Sprache. Auch die Teamerinnen und Teamer kommen aus den drei beteiligten Ländern und bringen ganz unterschiedliche  Erfahrungen mit. Mit der richtigen Organisation und mit jeweils passenden Methoden ist diese Vielfältigkeit aber kein Hindernis, sondern die größte Stärke der Projekte. Denn so vielfältig wie unsere Workcamps, so vielfältig ist auch Europa."

ewoca³ und ewoca³(+) sind Förderprogramme des IBB e.V. für Jugendeinrichtungen zur Unterstützung von internationalen Jugendbegegnungen. Das Konzept folgt dem Gedanken von Einladung und Gegeneinladung: Jugendliche aus drei Ländern führen innerhalb von drei Jahren drei internationale Workcamps durch – eines in jedem Land. Dabei setzen sie jeweils gemeinsam vor Ort ein nachhaltiges Projekt um.

Quelle: Internationales Bildungs-­ und Begegnungswerk e.V. (IBB e.V.) vom 08.06.2015.

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