Kinder- und Jugendarbeit / Europa

Wie wollen wir leben im Bauhaus Europa? Dreitägige Fachtagung der Jugendkunstschulen Europas

Eine junge Frau hält lächelnd einen klassischen Fotoapparat und stellt die Linse ein.
Bild: © bnenin - fotolia.com

„Bauhaus Europa. Wie wollen wir leben? Designing The Future“ ist der Titel der ersten Europäischen Jugendkunstschultage in NRW. Vom 4. bis 6. Juli 2019 nehmen der Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke) e.V. und die Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen (LKD) NRW e.V. das 100-jährige „Bauhaus“-Jubiläum zum Ausgangspunkt für eine grenzüberschreitende kulturpädagogische Zukunftswerkstatt in Krefeld.

In enger Zusammenarbeit mit dem Europäischen Jugendkunstschulnetzwerk Arts4all e.V. sowie den Trägervereinen der Krefelder Jugendkunstschulen, Werkhaus e.V. und Bürgerinitiative rund um St. Josef e.V., haben die Veranstaltenden Referentinnen und Workshopleiter aus neun verschiedenen Nationen dafür gewonnen, an der Erprobung eines auf breite Beteiligung kulturpädagogischer Fachkräfte ausgelegten Veranstaltungsformates mitzuwirken: 64 Fachleute aus Theorie, Praxis und Politik gestalten über 20 „Arts and Education Labs“, Fachvorträge, Exkursionen und Diskussionen für und mit den Teilnehmenden, die sich den drei Themenschwerpunkten:

  • „Bauhaus in der kulturellen Bildungspraxis“,
  • „Kulturpädagogische europäische Zusammenarbeit“ und
  • „Jugendkunstschulen in Europa“ zuordnen.

Wie wollen wir leben im Bauhaus Europa?

Im Mittelpunkt der dreitägigen Fachtagung steht die ganz große Frage: Wie wollen wir leben im Bauhaus Europa? Konkret bedeutet dies etwa:

  • Was können Einrichtungen der kulturellen Kinder- und Jugendbildung von den Ideen des Bauhauses lernen, um heutige Kinder und Jugendliche mit und durch Kunst und Kultur stark zu machen für ein selbstbestimmtes Leben in einer globalen, durch Migration, Digitalität, Flexibilisierung und Individualisierung geprägten Gesellschaft?
  • Wie tragen insbesondere grenzüberschreitende Austauschprojekte dazu bei, eine verantwortliche europäische Bürgerschaft zu fördern, welche Rolle spielt dabei die EU-Jugendstrategie und welche Fördermöglichkeiten existieren?
  • Wie gehen die Jugendkunstschulen in anderen Europäischen Ländern mit den aktuellen fachlichen, politischen und gesellschaftlichen Herausforderungen um, wie sehen ihre unterschiedlichen, landesspezifischen Profile und Strukturen aus?

Am zweiten Tagungstag lädt die Stadt Krefeld ihre internationalen Gäste ab 18 Uhr im Südbahnhof zu einem Empfang ein, anschließend diskutieren Jürgen Schattmann (MKFFI NRW), Christiane Lange (MiK e.V. Krefeld), Petra Kammerevert (MdEP) und Kurt Eichler (LKD NRW e.V.) im Rahmen des WDR-3 Forums zum Thema „(Alb)Traum Europa. Wie wollen wir leben?“ (5.7., 19 Uhr, Moderation: Dr. Michael Köhler, WDR 3). Vorher werden Exkursionen die Teilnehmenden u.a. in die Häuser Esters und Lange, ins Kaiser Wilhelm Museum und den Schütte-Pavillon führen.

Die ersten europäischen Jugendkunstschultage NRW 2019 werden vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes NRW (MKFFI), vom Fonds Soziokultur e.V. und von der Stadt Krefeld gefördert und am 4. Juli, um 10.30 Uhr durch den Oberbürgermeister der Stadt Krefeld Frank Meyer eröffnet.

Programm und Anmeldung

Das Programm und die Anmeldung sind zu finden unter lkd-nrw.de. Anmeldeschluss ist der 24. Juni. Allgemeine Rückfragen können telefonisch gestellt werden unter: 02303 / 25 30 20.

Auszug aus der Referent(inn)enliste

Thomas Brandt (Künstler, Autor, Kunstvermittler, Düsseldorf), Paulo Martina (Museum Van Bommel van Dam, Venlo), Thomas Janzen (Kunstmuseen Krefeld), Claudius Siebel (Jugend für Europa), Riikka Mäkkiskoskela (Finish Association of Arts Schools for Children and Young People), Friederike Zobel (Kulturstiftung des Bundes), Jeroen van Dijk (Fonds voor Cultuurparticipatie, Utrecht), Uwe Martin (Quartier e.V., Bremen), Veronika Krizkova (Centrum Bavaria Bohemia   Schönsee), Joost Goethals (Stedeliike Academie voor Schone Kunsten, Brugge), Rolf Witte (Bundesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung e.V.), Jan Brands (Cultuurconnectie, Utrecht), Viktoria Kosenko (Mara Muizniece Kunstschule Riga), Morten Christiansen (Norsk kulturskoleråd, Trondheim), Andrea Becker (LWL Landesjugendamt), Nina Weitenberg (INTERREG VA), Christiane Lange (MiK e.V. Krefeld), Petra Kammerevert (MdEP), Andreas Simon (Werkhaus e.V, Krefeld)

Quelle: Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (bjke) e.V. und Landesarbeitsgemeinschaft Kulturpädagogische Dienste/Jugendkunstschulen (LKD) NRW e.V. vom 18.06.2019

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