Kinder- und Jugendarbeit / Nachhaltigkeit

weltwärts-Begegnungen – Drei Jahre entwicklungspolitischer Jugendaustausch

Die Hände von jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft liegen übereinander.
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Seit 2016 wurden 75 Begegnungsprojekte zwischen deutschen Jugendgruppen und Gruppen aus afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Partnerländern gefördert. Diese Förderung nehmen z.B. Pfadfinderverbände, Sportvereine oder Chöre in Anspruch, um in einem gemeinsamen Projekt zu einem der 17 Nachhaltigkeitsziele zu arbeiten.

Mit Einführung des Programms „weltwärts – Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030“ im Jahr 2016 konnten erstmals außerschulische Jugendgruppen gefördert werden, die sich mit Gruppen aus Partnerländern zur Agenda 2030 oder zu einem der 17 Nachhaltigkeitsziele austauschen und zusammen arbeiten. Anfang Juli feiert die Förderlinie ihren dritten Geburtstag.

Zum Beispiel haben sich Naturfreunde aus dem Senegal und Deutschland zum Nachhaltigkeitsziel 12 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“ getroffen und ausgetauscht. Aus Ansätzen, Ideen und Impulsen zum nachhaltigen Konsum und Tourismus ist eine gemeinsame Jugendzeitschrift auf Deutsch und auf Französisch entstanden.

Nachfrage nach Begegnungsprojekten wächst stetig

„Wir freuen uns, dass die Nachfrage nach den Begegnungsprojekten beständig wächst. 2016 haben wir mit vier Projektförderungen angefangen. 2017 und 2018 waren es insgesamt über 50 Förderungen und allein in der ersten Jahreshälfte 2019 waren es bereits 18“, berichtet Astrid Neumann, Abteilungsleiterin der Koordinierungsstelle weltwärts bei Engagement Global. „Als nächstes wird die Förderlinie evaluiert, sodass wir Prozesse und Ziele optimieren und erfolgreich weiterentwickeln können.“

Partnerschaftlichkeit wird bei der Förderlinie großgeschrieben

Grundlage der außerschulischen Begegnungsprojekte ist, dass sich Jugendgruppen über den Projektzeitraum von maximal zwei Jahren zu einem der 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, kurz SDG) austauschen und miteinander an einem gemeinsamen Projekt arbeiten. In diesem Zeitraum gibt es zwei Begegnungen: einmal in Deutschland, einmal im Partnerland. Die von den Jugendgruppen am häufigsten gewählten und in den Projekten bearbeiteten Nachhaltigkeitsziele waren SDG 16 „Frieden und Gerechtigkeit“, SDG 4 „Hochwertige Bildung“ und SDG 8 „Nachhaltige/r Konsum und Produktion“. Die meisten Begegnungsprojekte fanden zwischen Jugendgruppen aus Deutschland und Südafrika statt, gefolgt von Projekten zwischen Deutschland und Tansania. Nina Porstmann, Projektleiterin bei weltwärts-Begegnungen, erklärt: „Partnerschaftlichkeit wird bei der Förderlinie großgeschrieben, da beide Projektpartner, also die Träger aus Deutschland sowie dem Partnerland, gemeinsam den Projektantrag einreichen müssen. Diese Antragspartnerschaft und die Beschäftigung mit einem der Nachhaltigkeitsziele im Rahmen eines Jugendaustausch stellt die Besonderheit der Förderlinie dar.“

Über „weltwärts – Außerschulische Begegnungsprojekte

Die Förderlinie „weltwärts – Außerschulische Begegnungsprojekte im Kontext der Agenda 2030“ ergänzt weltwärts seit 2016 um ein Angebot für den entwicklungspolitischen Jugendgruppenaustausch. Mit der Begegnung von Gruppen aus Deutschland und afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Partnerländern sollen junge Menschen zwischen 16 und 30 Jahren in die Lage versetzt werden, sich mit globalen Themen auseinanderzusetzen und aktiv Verantwortung für globale Zukunftsfragen zu übernehmen. Zudem sollen Träger der Jugendbildung und des Jugendaustauschs unterstützt und globale Partnerschaften gefördert werden.

Weitere Informationen zur Förderlinie finden sich auf der Programm-Webseite begegnungen.weltwaerts.de.

Quelle: Engagement Global gGmbH vom 04.07.2019

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