Kinder- und Jugendarbeit

Viernheim ist die erste PiT-Stadt in Hessen

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Viernheim ist die erste Stadt in Hessen, in der alle weiterführenden Schulen das Anti-Gewalt-Training „Prävention im Team“ (PiT) des Landes Hessen durchführen. Es soll Schülerinnen und Schülern helfen, Konfliktsituationen gewaltfrei zu bewältigen und sich in gefährlichen Situationen richtig zu verhalten.

Die Alexander-von-Humboldt-Schule, die Friedrich-Fröbel-Schule, die Albertus-Magnus-Schule und die Albert-Schweitzer-Schule in Viernheim sind nach der Erprobungsphase heute offiziell als Standorte des hessischen Gewaltpräventionsprojekts ausgezeichnet worden. Die Staatssekretärin im Hessischen Sozialministerium, Petra Müller-Klepper, überreichte im Rathaus den teilnehmenden Schulen, Polizeidienststellen und Vertretern der Jugendhilfe „PiT-Schilder“, mit denen sie sich als aktive Mitglieder der jeweiligen „PiT“-Teams nach außen deutlich kenntlich machen können. Derzeit gibt es an 88 Schulen in Hessen insgesamt 104 Teams, in denen 208 Lehrer, 104 Polizeibeamten und 104 Sozialarbeiter tätig sind.

„Einen Konflikt rechtzeitig zu erkennen und sich nicht hineinziehen zu lassen – das lernen die Schülerinnen und Schüler mit PiT. Es ist ein wirkungsvolles präventives Programm, um der Gewaltentwicklung frühzeitig, gezielt und kompetent zu begegnen“, erklärte die Staatssekretärin. Die Jugendlichen lernten einen deeskalierenden Umgang mit Gewalt. PiT-Hessen steht für Prävention im Team. Es ist das Gewaltpräventionsprogramm der Hessischen Landesregierung im „Netzwerk gegen Gewalt“, das vom Hessischen Sozialministerium, dem Hessischen Ministerium des Innern und für Sport und dem Hessischen Kultusministerium getragen wird. „Von diesem Netzwerk, das 2002 angesichts der auch unter jungen Menschen wachsenden Gewaltbereitschaft gegründet wurde, gehen vielfältige Beiträge zur engeren Kooperation aller Behörden, Institutionen, Vereine, Verbände und Initiativen aus, die in der Gewaltprävention tätig sind“, erläuterte Petra Müller-Klepper.

„PiT-Hessen bezieht im Unterschied zu ähnlichen Programmen in anderen Bundesländern neben Polizei und Schule auch die Jugendhilfe als dritten gleichberechtigten Partner mit ein. Teambildung und gemeinsame Verantwortung aller für die Prävention Verantwortlichen sind das Leitprinzip. Der gewaltfreie Ansatz des Trainingsprogramms soll zu einem veränderten Schulklima beitragen“, betonte die Staatssekretärin. Das Projekt wendet sich an Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 aller Schulformen. Es wurde von 2004 bis 2007 an Schulen in Frankfurt, der Stadt und dem Landkreis Offenbach erfolgreich erprobt und wird seitdem landesweit ausgebaut.

Die Klassen führen mehrere thematische PiT-Projekttage über das Schuljahr verteilt durch. Mit Hilfe der eingesetzten Methodenvielfalt wird sichergestellt, dass den Schülerinnen und Schülern individuelle Handlungsoptionen vermittelt werden, um so Konfliktsituationen gewaltfrei lösen zu können.

Quelle: Hessisches Sozialministerium

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