Kinder- und Jugendarbeit

Umfrage: Im vergangenen Jahr haben sich in Berlin 1.013 Patinnen und Paten für ein Kind engagiert

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Bild: Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften

Die Berliner Paten- und Mentoren-Angebote haben in einem Jahr 139.794 Stunden ehrenamtliche Förderung und Unterstützung organisiert. Das ergab eine Umfrage im Auftrag des Netzwerks Berliner Kinderpatenschaften e.V. unter 21 Patenschaftsvermittlern.

Berlin bereits heute ist“, sagt Florian Stenzel, Vorstand des Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V. „Es gibt immer mehr Paten- Vereine und -Programme, die offensichtlich einen Nerv treffen. Denn es finden sich immer mehr Menschen bereit, das Wohl und die Bildung von Kindern in schwierigen Lebensumständen zu fördern, als zusätzliche Bezugsperson. Diese Entwicklung setzte sich auch in 2013 fort.“

Die Umfrage zeigt zugleich den ungebrochenen Bedarf an freiwilligem Einsatz: 481 Kinder standen bei den Paten-Angeboten auf der Warteliste. Die bereits betreuten Kinder sind zu 63,1% im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Um sie kümmern sich zumeist Patinnen: 68,6 Prozent der Freiwilligen sind Frauen. „Ein für diesen Engagementbereich typischer Anteil“, erläutert Florian Stenzel. „Mehr Männer sind sehr willkommen.“

Für die Paten- und Mentoren-Angebote der 21 befragten Vereine und Träger arbeiteten im letzten Jahr 27 Menschen hauptamtlich, unterstützt von 81 ehrenamtlichen Helfern. „Auch hier ist die Tendenz steigend“, sagt Florian Stenzel. Allerdings: Die größte Sorge ist die ungesicherte Finanzierung. „Eine zwiespältige Situation: Patenschaften sind gefragt - aber die ersten Anbieter müssen mangels Förderung ihre Arbeit einstellen.“

Durchgeführt wurde die unabhängige, ehrenamtlich geleistete Umfrage unter 21 Mitgliedern des Netzwerks Berliner Kinderpatenschaften e.V. von einer Studentin der Alice-Salomon-Hochschule und einem Diplom-Psychologen. Nicht einbezogen sind Lesepatenschaften und Projekte am Übergang Schule-Beruf. Weitere Ergebnisse werden bald vorgestellt.

Quelle: Netzwerk Berliner Kinderpatenschaften e.V. vom 26.11.2013

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