Kinder- und Jugendarbeit

Staatliches Zentrum gegen Rechts: DBJR warnt vor Aufbau von Doppelstrukturen

Logo des DBJR auf einer Broschuere
Bild: Ilja Koschembar

Der Deutsche Bundesjugendring (DBJR) hat die Pläne des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zum Aufbau eines bundesweiten Informations- und Kompetenzzentrums zum Thema Rassismus und rechte Gewalt kritisiert.

Zwar begrüßte der DBJR-Hauptausschuss grundsätzlich die intensive Vernetzung und den Austausch im Kampf gegen Rassismus und rechte Gewalt. Der Hauptausschuss kritisierte aber deutlich, dass dazu staatliche Strukturen parallel zu bereits langjährig und erfolgreich bestehenden zivilgesellschaftlichen Strukturen geschaffen würden. Aus Sicht der Jugendverbände und Landesjugendringe bestehe mit dem Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit e.V. (IDA e.V.) bereits ein wirksames Kompetenzzentrum. IDA e.V gebe es bereits seit 1990 und sei auf Initiative demokratischer Jugendverbände gegründet worden.

Den Jugendverbänden und Landesjugendringen im DBJR gehe es mit ihrer Arbeit darum, so der DBJR-Hauptausschuss, menschenfeindliches Gedankengut zurückzudrängen und Gewalt zu verhindern. Der DBJR würde es deswegen verurteilen, wenn mehrere Millionen Euro aus Mitteln, die für konkrete Projekte im Kampf gegen Rassismus und rechte Gewalt im Bundeshaushalt zur Verfügung stehen, entnommen werden. Das bedeute faktisch eine Schwächung der Arbeit vor Ort.

„Der Kampf gegen Rassismus und rechte Gewalt ist und bleibt für den DBJR, die Jugendverbände und Landesjugendringe ein zentrales Anliegen ihrer Arbeit. Der DBJR ist die Interessenvertretung der Jugendverbände und Landesjugendringe in Deutschland, er steht für mehr als sechs Millionen Kinder und Jugendliche. Im Hauptausschuss des DBJR sind alle Jugendverbände sowie die Landesjugendringe vertreten“, so der DBJR-Hauptausschuss in seiner Erklärung.

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