Kinder- und Jugendarbeit / Kindertagesbetreuung

Sprachförderung schon für die Jüngsten: Projekt „Sprachliche Bildung für Kinder unter Drei“ erfolgreich abgeschlossen

Anlässlich des Abschlusses des vom Bund sowie von Hessen und dem Saarland geförderten und vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) umgesetzten Projektes „Sprachliche Bildung und Förderung für Kinder unter Drei“ überreichte Sozialminister Stefan Grüttner heute in Wiesbaden Teilnahme-Zertifikate an Erzieherinnen und Erziehern aus vier hessischen Einrichtungen und an beteiligte Fachberatungen

Wiesbaden. „Sprachförderung kann nur dann wirklich wirkungsvoll sein, wenn sie früh beginnt“, erklärte Grüttner. Eine möglichst frühe, möglichst optimale sprachliche Förderung schon der Jüngsten in unserer Gesellschaft sei daher „völlig alternativlos“. Denn: „Der Umgang mit Sprache schafft die Verbindung nach innen und außen, sie ist der Garant für lebenslange Bildungschancen“, sagte der Minister weiter. Hessen sei daher die frühe Sprachförderung schon lange ein Anliegen. Dies sei auch Motivation gewesen, sich als Land mit erheblichen finanziellen Mittel an dem Projekt, das im Oktober 2009 begonnen hat, zu beteiligen. Hessen habe einen Gesamtbetrag von über 180.000 Euro zur Verfügung gestellt. Grüttner dankte allen Beteiligten für ihre engagierte Arbeit.

Im Zentrum des Projekts standen die sprachlichen Aneignungsprozesse von ein- und mehrsprachigen Kindern und die Frage, wie sich diese Prozesse im Kita-Alltag gezielt unterstützen und begleiten lassen. Die Projektgruppe am DJI erarbeitete im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und in Kooperation mit pädagogischen Fachkräften ein Konzept zur sprachlichen Bildung und Förderung von Kindern unter drei Jahren. Der Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis erfolgte im Rahmen von regionalen und überregionalen Workshops sowie durch Hospitationen der DJI-Gruppe in den beteiligten Einrichtungen.

Ein Produkt, das allen Einrichtungen über das Projekt hinaus zu Gute kommt, werden Praxismaterialien sein, die im Laufe des Projektes erarbeitet wurden. Daher, so der Minister, könnten die Teilnehmenden sehr stolz sein: „Ihre Arbeit wird nachhaltig sein, denn auch andere können davon profitieren, werden doch die Materialien auch beim neuen Bundesprojekt „Frühe Chancen: Schwerpunkt Kitas Sprache und Integration" weiterverbreitet.“ Die vorliegenden Ergebnisse zeigten, dass Kinder, Eltern und pädagogische Fachkräfte gemeinsam großen Nutzen aus diesem Projekt ziehen könnten.

Die am Projekt beteiligten Einrichtungen sind die Kinderkrippe Bärenhöhle in Beselich (Kreis Limburg-Weilburg), der Ev. Kindergarten „Arche Noah“ in Dautphetal (Kreis Marburg-Biedenkopf), die ASB Kindertagesstätte Wehen (Rheingau-Taunus-Kreis) und die Krabbelstube am Zoo, Frankfurt.

Herausgeber: Hessisches Sozialministerium

 

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