Kinder- und Jugendarbeit / Coronavirus

Sommerferienangebot der Landesjugendringe trotz Corona

Bunt gekleidete Mädchen stehen an Linie auf Sportplatz und schießen Fußbälle ins Tor
Bild: Lukas - pexels.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Die Corona-Pandemie stellt Träger von Ferienfreizeitangeboten für Kinder und Jugendliche vor besondere Herausforderungen. Die Landesjugendringe haben jeweils Konzepte entwickelt, um die veränderten Bedingungen erfolgreich zu navigieren und ein abwechslungsreiches Angebot für Kinder und Jugendliche in den Ländern anzubieten.

Zur Umsetzung der entwickelten Abstands- und Hygiene-Vorschriften der Länder müssen alle ehrenamtlichen Durchführende der entwickelten Angebote, ausführlich geschult werden. Der Landesjugendring Baden-Württemberg kann beispielsweise im Sommer 2020 aufgrund der Vorschriften nur ungefähr ein Drittel der Freizeitenplätze des Vorjahrs anbieten, da nicht jedes Konzept unter den Vorgaben umzusetzen war. Stattdessen wurde allerdings versucht, Alternativangebote zu schaffen, die unter den Bedingungen funktionieren. 

Die seit dem 18. Juli 2020 geltende Corona-Schutz-Verordnung in Sachsen legt auch neue Auflagen fest, die sich auf das Angebot von Ferienfreizeiten auswirken. Die entwickelten Hygiene-Konzepte müssen weiterhin bei der kommunalen Behörde eingereicht werden, allerdings steht es den Trägern frei, die Zahl der Teilnehmenden entsprechend der Hygienemaßnahmen eigenständig festzulegen. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen sollen für die Jugendarbeit nicht gelten. Des Weiteren können Angebote mit festen, wiederkehrenden Gruppen auch ohne Mindestabstand durchgeführt, vorausgesetzt es wird eine Kontaktnachverfolgung ermöglicht. 

Der Landesjugendring Berlin versucht, die unter den Hygiene-Vorschriften des Landes möglichen Freizeitangebote effektiv an Teilnehmende zu vermitteln. Dort haben sechs Organisationen der Jugendarbeit rund 160 Ferienfreizeitangebote auf der Plattform www.sommerferienkalender-berlin.de gesammelt. Die Freizeitangebote müssen Teilnahmelisten führen, und die Zahl der Teilnehmenden von Angeboten in geschlossenen Räumen soll sich an zwölf jungen Menschen orientieren. Gemeinsame Übernachtungen in Feriencamps oder Ähnlichem sind hingegen erlaubt. 

Auch der Bayerische Jugendring bietet ein Online-Portal zur Verortung der angebotenen Ferienfreizeiten an. Die interaktive Landkarte unter www.bjr.de/ferienportal soll es Eltern ermöglichen, wohnortnahe Angebote lokalisieren zu. Das Angebot wird kontinuierlich ausgeweitet, mit besonderem Fokus darauf, regionale Lücken zu schließen und Eltern zu entlasten, die ihren Jahresurlaub zur Betreuung ihrer Kinder währen der Schulschließung bereits aufgebraucht haben. 

Weitere Informationen

Umfangreiche Informationen aller 16 Bundesländer und auf Bundesebene zur Durchführung von Ferienfreizeiten sind auf der Corona-Sonderseite des Fachkräfteportal zusammengestellt.

Quelle: Landesjugendring Baden-Württember, Bayerischer Jugendring, Kinder- und Jugendring Sachsen, Landesjugendring Berlin

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