Clean-Up Walk Mittlere Elbe

Sommer, Sonne, ... Müll?

Eine Glühbirne, in der eine Planze wächst, liegt auf einer grünen Frühlingswiese
Bild: Alexas Fotos - pixabay.com   Lizenz: CC0 / Public Domain Arbeiten Dritter

Vom 20. bis 26. August veranstaltet die WWF Jugend ihren Clean Up Walk entlang der Mittleren Elbe. Auf der Wanderung von Lutherstadt Wittenberg bis nach Köthen beseitigen die jungen Umweltschützer/-innen eine Woche lang Abfälle, die andere in der Natur zurückgelassen haben. Dabei lernen die Teilnehmer/-innen zudem das WWF Projektgebiet Mittlere Elbe kennen und sammeln Spenden für die Müllentsorgung im Golf von Davao (Philippinen). Interessierte können sich ab sofort bis zum 31. Juli für die Aktion anmelden.

„Wer bei der Müllspendenwanderung mitmacht, engagiert sich gleich in doppelter Hinsicht für die Umwelt: Gemeinsam säubern die Teilnehmenden die artenreiche Flussaue vor der eigenen Haustür und tragen gleichzeitig dazu bei, das marine Leben auf den Philippinen zu schützen”, sagt Tara Freude, Projektleiterin für nachhaltigen Tourismus und Umweltbildung des WWF Büros Mittlere Elbe.

Spendenlauf mit Spenden pro Kilogramm Müll

Die Aktion ist wie ein Spendenlauf konzipiert: Vor der Wanderung suchen sich die Teilnehmenden Sponsor/-innen, wie etwa lokale Unternehmen, Freunde und Verwandte oder auch Follower auf den Social Media-Kanälen. Pro Kilogramm eingesammeltem Müll spenden diese dann einen selbstgewählten Geldbetrag. Die Erträge aus der Aktion gehen an ein WWF-Projekt im Golf von Davao. Hier werden Modelle entwickelt, um Abfälle an den Küsten zu vermeiden und ihren Eintrag in die Meere zu reduzieren. Umgesetzt werden die Lösungsvorhaben anschließend in einer Pilotregion.

Umweltschutz als Gemeinschaftsaktion

„Gemeinsam mit anderen jungen Menschen, denen die Natur besonders am Herzen liegt, legen wir tagsüber mehrere Kilometer zurück und sammeln Müll. Abends schlafen wir erschöpft und glücklich nebeneinander ein. Das schweißt zusammen und macht die Aktion zu einem einzigartigen Erlebnis“, so Lena Chiari von der WWF Jugend und eine der Mitorganisatorinnen.

Pro Tag wandern die Umweltschützer/-innen zwischen 13 und 15 Kilometer. Zwischen den Etappen übernachten sie in Unterkünften entlang der Route. Die Kosten dafür sind in den Teilnahmegebühren von 30 Euro für die gesamte Wanderung enthalten. Insgesamt können sich 15 Teilnehmende im Alter von 18 bis 27 Jahren für die Aktion auf der Internetseite der WWF Jugend anmelden. Informationen über das an die Corona-Situation angepasste Hygienekonzept und entsprechende Schutzmaßnahmen erhalten sie rechtzeitig vor Veranstaltungsbeginn.

Hintergrund

Clean Up Walk

Der Clean Up Walk der WWF Jugend wurde 2018 erstmals von den jungen Ehrenamtlichen ins Leben gerufen und organisiert. Dieses Jahr findet die Aktion bereits zum vierten Mal statt. Im vergangenen Sommer sammelten die Umweltschützer/-innen 232 Kilo Müll entlang der Ems und spendeten rund 1.000 Euro für die Reduzierung der von Touristen verursachten Abfälle auf Vietnams größter Insel Phu Quoc.

So kämpft der WWF gegen die Plastikflut in Davao

Im Golf von Davao landen alle Abfälle der 23 größeren Küstenstädte der Philippinen und bedrohen den Lebensraum seltener Meeresschildkröten, des Walhais und des Dugongs, einer Seekuhart. Schätzungen zufolge produziert im Küstengebiet jede/-r Einwohner/-in drei bis fünf Kilogramm Abfälle, die derzeit nicht oder kaum erfasst werden. In einem Erstschritt erhebt der WWF daher zunächst Daten über den anfallenden Müll in der Region und identifiziert Lösungsansätze. Umgesetzt werden sie anschließend in einem Pilotvorhaben in einer ausgewählten Region.

Projektregion Mittlere Elbe

Im UNESCO Biosphärenreservat Mittelelbe renaturiert der WWF Deutschland seit 20 Jahren bedeutende Teile der artenreichen Auenlandschaft. Dazu saniert die Naturschutzorganisation etwa Altwässer und unterstützt die Entwicklung von Auenwald. Durch aktive Naturerlebnisse, Wissensvermittlung und Maßnahmen zur naturnahen Besucherlenkung setzt sich der WWF zudem dafür ein, die Akzeptanz für den Schutz des Gebietes zu steigern.

Quelle: WWF vom 07.07.2021