Evangelische Jugend

Sommer-Freizeiten für junge Menschen müssen möglich sein

Ein Jugendlicher liegt auf einem großen gelben Schwimmreifen im Pool
Bild: Takahiro Taguchi - unsplash.com

Seit über einem Jahr müssen Kinder und Jugendliche pandemiebedingt weitreichende Einschränkungen in Kauf nehmen. Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e.V. (aej) und ihre Mitgliedsverbände fordern deshalb verlässliche Planungsperspektiven und Rahmenbedingungen für Sommer-Freizeiten.

Freiräume von jungen Menschen wurden und werden seit über einem Jahr massiv beschnitten. Dies müsse sich ändern, appelliert die Evangelische Jugend in Deutschland an Entscheidungsträger/-innen auf Landes- und Bundesebene. Kinder und Jugendliche müssten im Sommer auf eine Freizeit fahren können, um endlich wieder intensive Gruppenerfahrungen, Austausch mit Gleichaltrigen, neue Eindrücke und selbstbestimmte Freizeitgestaltung zu erleben. Auch Familien könnten somit entlastet werden.

Sommererlebnisse schaffen

Die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) und ihre Mitgliedsverbände fordern:

  • Einheitliche und verbindliche Regelungen in allen Bundesländern.
  • Einbindung der handelnden Akteure/-innen und Fachexpert(inn)en in die Entwicklung der Rahmenbedingungen für die Sommerferien.
  • Kostenlose Schnelltests, damit Veranstalter/-innen die bereits entwickelten Teststrategien umfangreich umsetzen können.
  • Vor dem Hintergrund der aufgehobenen Impfpriorisierung Impfangebote für Mitarbeitende bei den Sommermaßnahmen.
  • Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an Freizeiten in den Sommerferien darf nicht an den Status „geimpft“ geknüpft werden.
  • Den Verzicht auf eine pauschale Begrenzung der Gruppengröße. Individuelle, an die räumlichen Gegebenheiten am Freizeitort angepasste, flexible Lösungen sind zielführender.
  • Eine Erhöhung der Zuschüsse für coronabedingten Mehraufwand, z. B. Schulungen von Freizeitleiter/-innen zur Vorbereitung auf die besonderen Herausforderungen des Corona-Sommers, erhöhte Fahrt- und Reisekosten für bereits geplante Maßnahmen.
  • Die Übernahme pandemiebedingter Stornokosten. Für die Absicherung der genannten finanziellen Risiken müssen die über das Aktionsprogramm „Aufholen nach Corona“ bereitgestellten Fördermittel abgerechnet werden können.
  • Kompetente Ansprechpartner/-innen in den Gesundheitsämtern, damit Hygiene- und Gesundheitsschutzkonzepte, inklusive Teststrategien und das Vorgehen im Falle einer Corona-Infektion miteinander frühzeitig verbindlich abgestimmt werden können.

Planung von Freizeiten mit Schutzkonzepten fortgeschritten

„Engagierte und gut ausgebildete Ehrenamtliche und Fachkräfte haben für diesen Sommer die Planung von Freizeiten längst aufgenommen, damit Kinder und Jugendliche sowie deren Familien eine Perspektive für die Ferienzeit haben“, beschreibt aej-Generalsekretär Michael Peters die aktuelle Situation und appelliert: „Mit verlässlichen Rahmenbedingungen müssen mutige Entscheidungsträger/-innen jetzt einen unbeschwerten Sommer für junge Menschen ermöglichen!“

Bei der Planung von Freizeiten könne in der Evangelischen Jugend auf umfassende Hygiene- und Gesundheitsschutzkonzepte sowie Teststrategien zurückgegriffen werden, die bereits im Sommer 2020 erfolgreich angewandt wurden. Diese Konzepte werden nach Aussage der aej aufgrund praktischer Erfahrungen und wissenschaftlicher Erkenntnisse kontinuierlich weiterentwickelt.

Mit verlässlichen Rahmenbedingungen und der engagierten Planung vor Ort seien Freizeiten für Kinder und Jugendliche möglich, die zu einem echten Sommererlebnis werden.

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Quelle: Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. (aej) 21. Mai 2021

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